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Gutes Investitionsklima an der Weser

Wirtschaftsförderung stellt „Immobilienmarkt-Report Bremen 2016“ vor
  • Gutes Investitionsklima auf dem Bremer Immobilienmarkt hält weiterhin an
  • Neuer Spitzenwert: ca. 2,7 Mio. m² Logistikhallenflächen
  • Büroflächenumsatz wächst auf 88.000 m²

Bremen, 4. Oktober 2016. Stabilität und Kontinuität – dies bleiben die Qualitätsmerkmale des Bremer Immobilienmarktes. „Bremen ist weiterhin ein attraktiver Standort für Projektentwicklungen und kann mit seinen ausgewiesen positiven Entwicklungswerten nach wie vor bei Investoren punkten“, resümiert Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die zentralen Aussagen des „Immobilienmarkt-Reports 2016“. In der jährlich erscheinenden Publikation stellen die Wirtschaftsförderer die wichtigsten Umsatzzahlen und Trends zum Immobilienmarkt in der Hansestadt zusammen. Untersucht werden in der Studie der Markt für Logistik- und Büroimmobilien, der Einzelhandelssektor und der Wohnungsmarkt sowie das Investitionsklima im Immobilienbereich. 

Der Immobilienmarkt-Report Bremen 2016 wurde heute auf der Expo Real vorgestellt. Vom 4. bis 6. Oktober präsentiert sich das Bundesland Bremen auf der Immobilienfachmesse in München.

Die Ergebnisse des diesjährigen Reports bescheinigen Bremen erneut gute Noten. „In allen Teilmärkten liegt Bremen im Bundestrend weit vorn“, so Heyer. Bremen ist es abermals gelungen, seine erzielten Spitzenwerte unter vergleichbaren Städten zu halten oder gar auszubauen. Zugpferd ist und bleibt der boomende Markt der Logistikimmobilien, der sich rekordverdächtig entwickelt. Der Bestand an Logistikhallenflächen konnte sich abermals steigern und liegt jetzt bei rund 2,7 Mio. Quadratmeter (2015: über 2,5 Mio. m²). Mit 253.560 Quadratmetern bleibt der Flächenumsatz in diesem Segment auf einem hohen Niveau. Die Entwicklung spiegelt Bremens bedeutende Position als logistische Schnittstelle im internationalen Warenverkehr wider. Die Nachfrage nach Logistikflächen und -immobilien bleibt hoch, die Leerstandsquote sinkt auf das Rekordniveau von 1,14 Prozent (Vorjahr: 1,91%). Angesichts der anhaltenden Dynamik des Marktes gehen Experten von einer weiteren rasanten Zunahme der Logistikimmobilien in Bremen aus. Insbesondere das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) und der Gewerbepark Hansalinie bleiben zentrale Schnittstellen für Unternehmen.

Auch der Büroimmobilienmarkt entwickelt sich dynamisch. Insbesondere die Überseestadt, aber auch die peripheren Lagen, sorgen für Aufwind in diesem Teilsegment. Bis zum Jahresende wird der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr kräftig gesteigert. Erwartet wird eine Umsatzentwicklung von voraussichtlich 88.000 Quadratmeter (2015: 70.000 m²). Die Leerstandsquote bleibt mit 3,3 Prozent (2015: 3,2%) weiterhin auf dem bundesweit niedrigsten Niveau vergleichbarer B-Städte. Dort bewegt sich die Quote bei durchschnittlich sechs Prozent. Bauaktivitäten beleben den Büroimmobilienmarkt in Bremen. Insbesondere die Überseestadt bleibt hier ein Motor. Bis Juli 2016 wurden allein hier 18.000 Quadratmeter neu realisiert. An zweiter Stelle folgt die City mit gut 10.000 Quadratmetern. Ferner befinden sich vier Neubauten und zwei Sanierungen aktuell in der Bauphase. Sie erhöhen das Gesamtvolumen an fertiggestellten Büroflächen 2016 voraussichtlich auf 50.000m². Dabei entfallen knapp 40.000m² auf den Neubau der Bremer Landesbank in der Innenstadt und das „Eins“ im Weser Quartier der H. Siedentopf GmbH & Co. KG. Werden alle Immobilien planmäßig fertiggestellt, ergibt sich bis zum Jahresende 2016 ein Büroflächen-bestand von gut 3,59 Mio. Quadratmeter. 

Neue Impulse und frische Shopping-Konzepte beleben die Innenstadt und sorgen für mehr Aufenthaltsqualität. Eine Entwicklung, von der der Bremer Einzelhandel insgesamt weiterhin profitiert. Mit ihrer Verkaufsfläche von rund 140.000m² zeichnet sich die Innenstadt durch eine hohe Stabilität aus. Um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern, wird unter anderem der kontinuierliche Ausbau freier WLAN-Angebote vorangetrieben. Zu neuer Aufenthaltsqualität verhelfen zudem junge Formate wie das „citylab“. Im ehemaligen Lloydhof haben sich rund 20 Gründer mit ihren Geschäftsideen niedergelassen. Vom Pop-up-Store bis hin zu gastronomischen Angeboten ist hier ein ungewöhnlicher Mix zu finden, der die City bereichert. Die Vermietungssituation in der Bremer Innenstadt ist nach wie vor gut. Leerstände sind in den 1A-Lagen kaum zu verzeichnen. Auffällig ist, dass gastronomische Angebote einen wachsenden Anteil am Flächenumsatz ausmachen und wesentlich für die Aufenthaltsqualität der City sind. Mit der Ansiedlung des Warenhauses der Nobelmarke Manufactum mit brot&butter in der ehemaligen Kassenhalle der Bremer Bank hat sich zum Herbst 2016 das Angebot attraktiver Adressen in der City nochmals erweitert. 2017 grenzt hier die Markthalle Acht an und bietet bis zu 20 Anbietern der Region Platz für ihre kulinarischen Artikel.

Beim Wohnungsmarkt hat Bremen wie die meisten Ballungsräume mit einer angespannten Lage zu kämpfen. Wohnraum ist in der Hansestadt knapp, der Wohnungsmarkt steht angesichts der wachsenden Schere zwischen Angebot und Nachfrage unter Preisdruck. Traditionell stark nachgefragt bleiben gehobene Wohnlagen wie Schwachhausen, Horn-Lehe oder Oberneuland. Neu- bautätigkeiten konzentrieren sich jedoch vermehrt auf die neuen Wohnlagen am Wasser in der City und der Überseestadt sowie auf dem Stadtwerder. Insbesondere bei den Kaufpreisen zieht der Markt an (+5%). Die Spitzenkaufpreise liegen 2016 bereits oberhalb von 4.400 Euro/m², vereinzelt sogar höher. Im Durchschnitt liegen sie bei 3.200 Euro/m². Die Kaufpreise an der Weser steigen deutlich stärker als das Mietniveau. Im Durchschnitt beträgt die Miete im Neubau 10,40 Euro/m². In der Spitze können es 14 Euro/m² sein. Das entspricht einem Preisanstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Die Situation auf dem Investmentmarkt hat sich nach einem turbulenten Jahr 2015 mit Rekordwerten auf ein Normalmaß zurückentwickelt. Bundesweit profitierten im vergangenen Jahr durch die anhaltend niedrigen Zinsen die Städte vom Anlagedruck der Investoren. Hier machte Bremen keine Ausnahme. Mit einem Gesamtumsatz von rund 400 Mio. Euro wurde 2015 auf dem Bremer Markt das höchste Ergebnis seit 2007 registriert. Maßgeblich für diesen Wert war mit einem rund 50%-igen Anteil der Verkauf des Shoppingcenters Waterfront. Dem gegenüber zeigt sich das erste Halbjahr 2016 mit Investments von rund 90 Millionen Euro noch zurückhaltend. „Die Zahlen belegen, welch starken Einfluss große Transaktion auf das Bremer Marktvolumen haben“, sagt WFB-Geschäftsführer Andreas Heyer. Prognosen gehen von einem Volumen von rund 216 Millionen Euro für 2016 aus. Mit einer Nettoanfangsrendite von 5,5 Prozent für Büroobjekte in zentralen Lagen bleibt Bremen aber weiterhin ein interessanter Investmentstandort.

Der Bremer Immobilienmarkt-Report 2016 steht unter www.wfb-bremen.de zum Download zur Verfügung oder kann per E-Mail bei ruth.haider@wfb-bremen.de oder unter Telefon 0421-9600214 kostenfrei bestellt werden.

Pressebilder
Der Immobilienmarkt-Report 2016 der WFB bietet einen Überblick über Büro-, Logistik-, Einzelhandels- und Wohnimmobilen sowie über den Investmentmarkt.
Die Leerstandsquote von 3,3 Prozent liegt deutlich unterhalb des Durchschnitts der B-Städte.
Der Logistikflächenumsatz wächst auf 253.560 Quadratmeter.
Die Umsatzkennziffer für den Einzelhandel steigt leicht auf 117,3.
Die Durschnittsmiete für Neubauwohnungen beträgt 10,40 Euro pro Quadratmeter.
Mit einer Nettoanfangsrendite von 5,5 Prozent für Büroobjekte in zentraler Lage ist Bremen weiter ein interessanter Investmentstandort.