+49 (0) 421 9600-10
25.1.2017 - Thomas Joppig

Kampf dem Dateien-Wirrwarr beim Satellitenbau

Luft- und Raumfahrt
Das junge Bremer Software-Unternehmen Valispace will Raumfahrtingenieuren die Arbeit leichter machen

Ihr beruflicher Erfolg entscheidet sich Tausende Kilometer über der Erde. Doch am Computer haben Raumfahrtingenieure oft mit sehr irdischen Problemen zu tun. Denn je komplexer die Bauprojekte werden, desto unübersichtlicher wird auch die Menge der Dateien, die bei jeder Änderung im Bauplan aktualisiert werden muss. Marco Witzmann hat es als Ingenieur im Satellitenbau selbst erlebt – und seinen Ärger erfolgreich in eine Geschäftsidee umgewandelt. Mit seinen jungen Bremer Unternehmen Valispace entwickeln er und sein Team seit zwei Jahren webbasierte Software, die Ingenieuren Arbeitserleichterungen und ein Ende des Dateien-Wirrwarrs verspricht.

Die drei Valispace Gründer (v.l.n.r.): Louise Lindblad, Simon Vanden Bussche, Marco Witzmann
Die drei Valispace Gründer (v.l.n.r.): Louise Lindblad, Simon Vanden Bussche, Marco Witzmann © Valispace UG (haftungsbeschränkt)

Herr Witzmann, Sie haben als Ingenieur im Satellitenbau gearbeitet und waren irgendwann ziemlich genervt davon, dass Sie im Laufe jedes Projekts immer mehr Excel-, PDF- und Word-Dateien im Blick behalten mussten. Wodurch entsteht neben den eigentlichen Konstruktionsplänen ein solcher Wust an Dokumenten?

Viele Menschen glauben, dass komplexe Produkte durch einen hübschen, am Computer entwickelten Konstruktionsplan, ein sogenanntes CAD-Modell, bereits zu genüge beschrieben sind. Aber das mechanische Aussehen ist dabei nur ein kleiner Bruchteil. Denken wir mal an ein Auto: Natürlich spielt die Struktur eine Rolle, aber zusätzlich gibt es viele Fragen, die bei der Entwicklung durch Ingenieure beantwortet werden müssen: Wie lange braucht der Airbag zum Öffnen? Wie lang ist der Bremsweg in einer Kurve bei Regen? Wie hängen die Einspritzverhältnisse des Sprits mit der Drehzahl zusammen? Wie viele Umdrehungen muss der Ventilator der Klimaanlage bei 30 Grad Celsius drehen, damit es der Fahrer schön kühl hat? Für all solche Analysen wird entweder spezielle Simulations-Software verwendet, die wiederum große Datenmengen als Input braucht und auch selbst produziert, oder ausgeklügelte Excel-Dateien der Ingenieure. In jedem Fall müssen diese Fälle analysiert und berichtet werden. Und wenn das Auto jetzt doch zehn Zentimeter breiter geworden ist, muss man einige dieser Analysen in einer zweiten oder dritten Version wiederholen etc. Daher kommen bei komplexen Produkten, wie beispielsweise einem großen Satellitenprojekt, mehrere hunderttausend Dokumente zusammen.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die typischen Fallstricke, wenn bei komplexen Projekten in der Luft- und Raumfahrt mit vielen Dokumenten gearbeitet wird?

Der dokumentenbasierte Ingenieurs-Prozess wurde in den 60er-Jahren erfunden, um irgendwie alle Daten zusammenzutragen und zu analysieren. Leider hat sich allerdings in den letzten 50 Jahren nicht viel verändert, außer dass wir diese Dokumente heute mit Word statt mit der Schreibmaschine schreiben. Gleichzeitig sind aber die Produkte, die heute entwickelt werden, um ein Vielfaches komplexer geworden. Sie werden deshalb gerade in der Raumfahrtbranche auf mehrere Firmen verteilt und mit Dutzenden von Zulieferern gemeinsam entwickelt.

Wir haben also einen exponentiellen Zuwachs von Komplexität beobachten können, auf den die Branche lediglich mit dem Einsatz von „Dokumenten-Management-Systemen“ und dem Einstellen von Dokumentenmanagern antwortet, die das Problem managen, aber nicht lösen.

Marco Witzmann, Co-Founder und CEO bei Valispace

Kein Qualitätsmanager der Welt kann dabei sicherstellen, dass in hunderttausenden Dokumenten keine Inkonsistenzen vorhanden sind, die zu Verzug oder im schlimmsten Fall zu Fehlern im Betrieb führen.

Sie machen schlechtes Dokumentenmanagement also nicht nur für viele Überstunden verantwortlich…

Aus meinen eigenen Projekten und den Erfahrungen von Kollegen in verschiedensten Unternehmen weiß ich: Papier ist zunächst geduldig. Da kann das Design ein paar Jahre lang entwickelt werden und alles sieht gut aus. Dann kommt der Tag der Wahrheit, an dem die erste Hardware am Wareneingang erscheint, die dann zu den anderen Komponenten passen soll: Und plötzlich passen zum Beispiel zwei Stecker nicht zusammen, oder eine Minimaltemperatur wurde übersehen, die einen Sensor unbenutzbar macht, oder ein Team hat in seinen Analysen Werte verwendet, die bereits seit Monaten nicht mehr aktuell sind. Im besten Fall – und das passiert in Großprojekten praktisch täglich – werden Analysen wiederholt und Dokumente auf den neuesten Stand gebracht. Im schlimmsten Fall verzögern die Probleme das ganze Projekt um mehrere Monate, weil das Design geändert werden muss. Wenn man von Großprojekten hört, scheinen die Gründe für fatale Fehler oder Verzüge immer banal zu sein. Egal ob der Dichtungsring, der zur Explosion eines Space-Shuttles geführt hat, oder die Brandschutztüren am Flughafen Berlin: es liegt in der Regel nicht daran, dass die Mitarbeiter dieser Projekte unfähig wären. Ganz im Gegenteil: sie sind sehr fähig, aber haben keine Tools, die ihnen dabei helfen den Überblick über dieses hochkomplexe System zu behalten und die kleinen Fehler systematisch zu finden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Software zu entwickeln, die Ingenieuren die Arbeit bei komplexen Projekten erleichtert?

Als ich vor einigen Jahren nach der Universität begann, als Satelliteningenieur zu arbeiten, war ich völlig überrascht: Die komplexesten Produkte, die die Menschheit baut, werden mit Excel und Word entwickelt. Für mich brach eine Welt zusammen; ich hatte Raumfahrt immer mit High Tech verbunden. Als ich dann auch noch sah, dass es nicht am Unternehmen lag, sondern diese und viele andere Branchen genau so arbeiten, hat es mir in den Fingern gekribbelt.

Mit meinen Programmierkenntnissen begann ich die Software zu entwickeln, fand Mitgründer und erste Kunden und damit den Start für ein eigenes Startup.

Marco Witzmann, Co-Founder und CEO bei Valispace

In der Luft- und Raumfahrt geht es in der Regel um sehr komplexe Konstruktionen, an die ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Wie kann Ihre Software Ingenieure bei diesen ganz unterschiedlichen Planungsprozessen unterstützen?

Unsere Software ist zunächst einmal so generisch wie Excel es ist. Das heißt sie gibt nicht vor, ob damit ein Satellit, ein Flugzeug, eine Drohne, eine Ölplattform oder ein U-Boot entwickelt werden soll. Sie ist im Prinzip eine große Datenbank, die alle Ingenieursdaten des Produkts beinhaltet, aber auch mit diesen rechnen kann. Wenn der Bordcomputer schwerer wird, werden zum Beispiel automatisch alle Berechnungen, die darauf aufbauen, neu berechnet: Schwerpunkt des Satelliten, Kräfte und Momente, Raketenkompatibilität etc. Die von den geänderten Werten betroffenen Ingenieure bekommen direkt eine Benachrichtigung und ihre Analysen und Reports werden automatisch aktualisiert. Das macht unsere Software einzigartig: die am Markt verbreiteten Product Lifecycle Management (PLM) Systeme der großen Hersteller fokussieren sich meist nur auf CAD, also auf die digitalen Konstruktionspläne. Doch die machen gerade mal rund 20 Prozent der Ingenieursarbeit an einem Satelliten aus.

Die webbasierte Software Valispace sorgt für Arbeitserleichterung bei Ingeneuren
Die webbasierte Software Valispace sorgt für Arbeitserleichterung bei Ingeneuren © Valispace UG (haftungsbeschränkt)

Sie haben Ihr Unternehmen in Bremen gegründet. Wie gut sind Sie in der Startphase unterstützt worden?

Das Startup Weekend Space in Bremen war genau der richtige Ort, um Mitstreiter für mein Startup zu finden und die Bremer Delegationsreise in diesem Sommer ins Silicon Valley war nicht nur inspirierend, sondern hat uns auch Geschäftskontakte in die USA eingebracht. Ich denke, dass Vernetzung im B2B-Bereich unglaublich wichtig ist; gerade weil die großen Unternehmen noch sehr zurückhaltend in der Kooperation mit Startups sind. Der Weckruf ist durch die NewSpace Unternehmen der USA schon angekommen, aber die Unternehmen wissen noch nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Ich denke, dass uns die Stadt Bremen in der Anfangsphase vor allem dadurch geholfen hat, dass sie in Veranstaltungen wie dem Disrupt Space Unternehmen und Startups zusammengeführt haben. Trotzdem haben wir was Kooperationen, Vernetzung und Investment angeht noch viel gegenüber dem Silicon Valley, aber auch gegenüber Berlin oder München aufzuholen.

Was sind die wichtigsten Vorteile des Standorts Bremen für Ihr Unternehmen?

Als Luft- und Raumfahrthauptstadt sitzen in Bremen vor allem die größten unserer (potentiellen) Kunden Deutschlands. B2B-Beziehungen basieren auf Vertrauen, und dafür ist eine gewisse örtliche Nähe nicht schädlich. Wenn sich diese großen Unternehmen noch den Ruck geben, um neue Wege zu gehen und mit der Kooperation mit Startups wie dem unseren weltweit technologieführend zu werden bzw. zu bleiben, dann hat sich die Standortwahl schon gelohnt.

Ihre Software funktioniert komplett webbasiert. Welche Vorteile bietet dies für Ihre Kunden?

Normale Business-Software ist mit einem mehrwöchigen Training verbunden und hat Update-Zyklen von manchmal mehreren Jahren. Zugriffe und Datenaustausch über Firmengrenzen hinweg sind ein Graus.

Gute Software hingegen muss leicht zu erlernen und bedienen sein, sollte Fehler schnell beheben und neue zeitgemäße Funktionalitäten hinzufügen, um die Arbeit der Ingenieure zu erleichtern.

Marco Witzmann, Co-Founder und CEO bei Valispace

In einem Konsortium von dutzenden Firmen mit tausenden von Ingenieuren, die über viele Jahre an einem Projekt arbeiten, ist es wenig sinnvoll, dass wir heute immer noch Daten per E-Mail hin und her senden und sie jeweils versuchen, in verteilten Systemen zu importieren und zu exportieren. Stattdessen sollte es einen zentralen Ort mit den richtigen Zugriffsrechten geben, sodass die Daten kompatibel und immer auf dem neusten Stand sind. Das funktioniert auch sicher und ganz ohne Cloud, wenn man das browserbasierte System auf Firmen-Servern installiert. Trotzdem funktioniert es dann über Betriebssysteme und Firmengrenzen hinweg, kann einfach skaliert und stetig auf dem neusten Stand gehalten werden.

Was Sind Ihre wichtigsten Ziele mit Blick auf die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens?

Wir kommen aus der Raumfahrtbranche und haben das Problem der Ingenieure in diesem Bereich erkannt. Trotzdem zeigen unsere Recherchen und Gespräche mit vielen Ingenieuren, dass die gleichen Probleme in praktisch allen Branchen ungelöst sind. Größtes Ziel ist daher mit Valispace auch horizontal weitere Märkte zu erschließen; immer mit dem Fokus auf technisch komplexe Produkte, die in kleinen Stückzahlen hergestellt werden.

Sie haben, wenn man so will, Ihren eigenen Ärger erfolgreich in eine Geschäftsidee umgewandelt. Ist das ein Vorgehen, das Sie auch anderen potentiellen Gründern empfehlen können?

Jedes Startup sollte vor allem eines tun, um Wert zu schaffen: real existierende Probleme erkennen und lösen. Wenn man seine eigenen löst, ist man sich sicher, dass es schon mal einen ersten Kunden gibt.

Marco Witzmann, Co-Founder und CEO bei Valispace

Des Weiteren denke ich, dass das Silicon Valley uns im Consumer-Markt im Startup Bereich praktisch uneinholbar voraus ist. Gerade von den real zu lösenden Herausforderungen von Industrie und Gewerbe weiß aber ein typischer College-Abbrecher in den USA zu wenig, um potentielle Geschäftsideen zu erkennen und erfolgreich umzusetzen. Deshalb ist es, glaube ich, ein sehr guter Weg, zunächst in einen technischen Beruf einzusteigen, dann die vorhandenen Probleme in dieser Industrie zu erkennen und analysieren und letztlich mit einem eigenen Unternehmen zu lösen. Ich denke Deutschland sollte daher nicht versuchen, das Silicon Valley zu imitieren und die nächsten Facebook- oder Google-Gründer zu finden, sondern sich eher fragen, wie das nächste SAP, Siemens oder Bosch aus Deutschland kommen kann.

Herr Witzmann, vielen Dank für das Gespräch!


Weitere Informationen zum Luft- und Raumfahrtsstandort Bremen finden Sie hier auf unserer Seite.

Ihre Ansprechpartnerin zum Thema Raumfahrt ist Dr. Barbara Cembella, Clustermanagerin Raumfahrt, 0421 9600 340, barbara.cembella@wfb-bremen.de.

Start-ups
04.08.2017
Starker Schaum aus Bremen: Zwei Brüder starten mit Metallschäumen durch

Zwei Brüder aus Bremen bringen mit dem Start-up Mac Panther Materials einen neuen Metallschaum auf den Markt. Der lässt sich kostengünstig produzieren und ist vielseitig einsetzbar. Sein Geheimnis liegt im Produktionsprozess, der auf einer genial einfachen Idee beruht.

Start-Ups
28.07.2017
Die Experten-Vermittler: Start-up Interlead hilft bei Fragen rund ums Bauen, Wohnen und Sanieren

Kunden passgenau an Handwerksbetriebe zu vermitteln, diese Marktlücke schließt das Bremer Start-up "Interlead". Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann bereits im heimischen Kinderzimmer.

Start-ups
21.07.2017
Der salonfähige Korn

Aus einer Schnapsidee wird ein veritables Geschäft: Gut neun Monate nach Auslieferung der ersten Flaschen zieht „Nork“ seine Kreise in ausgewählten Hamburger und Bremer Bars – und nun auch in Berlin. Der Korn kommt an.

Luft- und Raumfahrt
18.07.2017
Mission ROBEX unter Mondbedingungen auf dem Ätna durchgeführt

Demo-Mission auf dem Ätna: Für die Helmholtz-Allianz ROBEX (Robotische Exploration unter Extrembedingungen) wird der Vulkan zur Mondlandschaft. Fünf DLR-Institute entwickeln und testen Technologien für die autonome Erkundung schwer zugänglicher Gebiete. Erstmals kooperierten bei ROBEX auch Wissenschaftler und Ingenieure aus den Bereichen Tiefsee und Raumfahrt miteinander.

Start-Ups
07.07.2017
Gemüsewerft: "Die Pflicht eines Gründers ist es unternehmerisch zu denken"

Austernpilze aus dem Bunker, das ist die neuste Idee von Michael Scheer, dem Chef der Gemüsewerft. Derzeit produziert er jährlich 1,3 Tonnen Obst und Gemüse auf dem Gelände in der Bremer Überseestadt - und erzeugt quasi nebenbei gesellschaftlichen Wandel.

Start-ups
30.06.2017
Die Start-up-Landschaft in Bremen und Bremerhaven

In Deutschlands kleinstem Bundesland hat sich eine lebendige Start-up-Szene entwickelt, die nah an der Industrie agiert. Der Umgang untereinander ist dabei familiär – Behörden, Banken, Unternehmen, private Akteure und Förderinstitute ziehen an einem Strang. Das macht den Start in den beiden Städten so leicht.

Unternehmensservice Bremen
29.06.2017
Wir gründen eine GmbH! Eine Anleitung für den Weg in die Selbstständigkeit

Auf eigenen Füße stehen, unabhängig von Chefin oder Chef. Selbstbestimmt und die eigenen Ideen verwirklichen. Die Gründung einer GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung – zählt zu den beliebtesten Unternehmensformen. Wir verraten in zehn Schritten, wie das funktioniert.

Start-Ups
23.06.2017
Künstlerstadt: Clowns, Fotografen oder Feuerspucker gesucht?

Jahrelang hat Ismail Gök als Hochzeitsfotograf gearbeitet - und gemerkt: Für Künstler ist es sehr schwer, sich überregional zu vermarkten. "Das liegt unter anderem daran, dass nirgendwo im Internet steht, wie gut der Künstler ist." Mit seinem Start-up "Künstlerstadt" sagt er diesem Mangel den Kampf an.

Start-Ups
11.06.2017
xbyz: "Manchmal kommt es auf Perfektion an"

Durch Kunst neue Zugänge schaffen: Das ist das Ziel von Kulturwissenschaftlerin Anne Kauhanen und dem Künstler, Choreographen und Tänzer Arton Veliu. Zusammen mit Jugendlichen entwickeln sie "gesellschaftlichen Moves" - und bringen damit Einiges in Bewegung.

Start-Ups
09.06.2017
XELA Store: "Folge deinem Bauchgefühl!"

Hochwertige, handgefertigte und fair gehandelte Designerartikel aus Lateinamerika: Das ist das Produkt des Bremer Social Startups XELA Store. startup valley hat Jorge, einen der Gründer, zum Interview getroffen - und unter anderem herausgefunden, was Huipiles sind.

Start-Ups
02.06.2017
Daily Marmelade: „Angefangen hat alles bei einem Frühstück“

Ihre Produkte heißen „Waldbeeren Royal“, „Maracuja-Schoko Creme mit Champagner“ oder schlicht „Apfelgelee“: David, Marco und Malte haben ein Start-up auf Marmeladenbasis gegründet. Wie aus einer fixen Idee ein Geschäft entstand, berichten die drei Bremer im Interview.

Luft- und Raumfahrt
22.05.2017
Raketenunternehmen heißt künftig Ariane Group

Ab Juli trägt das Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und des Triebwerksherstellers Safran einen neuen Namen: Die Ariane Group verfolgt weiterhin das Ziel, die europäische Trägerraketen-Industrie neu zu ordnen.

Start-Ups
19.05.2017
„Geht mit der Idee raus aus dem stillen Kämmerlein!“

Zeitlich flexibel Berufserfahrung sammeln, das hätten sich Robin Kannengießer und Ugur Merzifon in ihrer Studienzeit gewünscht. Jetzt sind sie fertig mit dem Studium – und machen mit ihrem Startup „students2business“ für andere möglich, was ihnen damals gefehlt hat.

Luft- und Raumfahrt
15.05.2017
Bremens Beiträge zur Sicherheit im Weltraum

Im Weltraum umherfliegenden Schrottteile von zerstörten Satelliten und weitere Objekten waren Anlass für eine Diskussion in der Bremer Landesvertretung in Brüssel, zu der Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, im März Raumfahrtexperten und interessiertes Fachpublikum eingeladen hatte.

Start-Ups
12.05.2017
Crowdfunding auf dem Schotterweg: „Regionalität spielt eine ganz prägnante Rolle“

Über 290.000 Euro sind seit Juli 2015 über den „Schotterweg“ in Startups und Projekte geflossen. 3.388 Unterstützer weist die Bremer Crowdfunding-Seite aus, 2.220 Fans und 61 Projekte. Höchste Zeit, das genauer unter die Lupe zu nehmen. startups-bremen.de im Gespräch mit Sabine Fröhlich vom Schotterweg-Team.

Start-Ups
05.05.2017
„Sucht nicht nach einer Idee, mit der man Geld verdienen kann!“

Star Wars-Toaster, Overknee-Stiefel oder Gesundheitstipps für Hunde – die Welt der Blogs ist bunt, groß und unglaublich divers. Der Bremer Eduard Andrae hat daraus ein Geschäft gemacht: trusted blogs heißt das Startup, das er gemeinsam mit Rüdiger Schmidt und der team neusta GmbH gegründet hat. startups-bremen.de hat ihn zum Interview getroffen.

Start-Ups
28.04.2017
„Unsere Frage war: Wie können wir kochen lernen?“

Über 7.000 Mitglieder tummeln sich mittlerweile auf der Plattform „cookasa“, immer auf der Suche nach dem nächsten Koch-Event. Gut 700 von ihnen kommen aus Bremen. Kein Wunder: Auch einer der Gründer, André Wollin, lebt in der Hansestadt. startups-bremen.de hat mit ihm gesprochen.

Luft- und Raumfahrt
24.04.2017
Bremer Kunststoffkomponenten für All und Ozean

Das Bremer Unternehmen Haindl stellt individuelle Kunststoffkomponenten für drei der wichtigsten Branchen des Standorts her: Luftfahrt, Raumfahrt und Schifffahrt. Im Interview erklärt Jens Rohpeter, welche besonderen Anforderungen dies mit sich bringt – und erläutert, weshalb er Kunststoff für den Werkstoff des 21. Jahrhunderts hält.

Start-Ups
21.04.2017
Wie finanziere ich mein Start-up?

Förderprogramme, Crowdfunding, Zuschüsse, Darlehen, Beteiligungen, ... – der Blumenstrauß der Finanzierungsmöglichkeiten für (Start-up-) Gründer in Bremen ist bunt und vielfältig. Eine Übersicht.

Start-ups
13.04.2017
Frisches ins Glas – Katharina Borgmann gibt der jungen deutschen Winzerszene mit ihrer wein.heimat eine Plattform

Existenzgründerin Katharina Borgmann hat sich 2016 in der Bremer Innenstadt im „citylab“ am Hanseatenhof mit dem Verkauf von Weinen junger Winzer selbstständig gemacht. Übrigens ist es das bundesweit einzige Geschäft für Weine der Generation Riesling.

Start-Ups
07.04.2017
Mr. Gewürznuss

Mit handgerösteteten Nüssen mischt Kevin Drasl den Snack-Markt auf. "Wir wollen beweisen, wie lecker ein gesunder Snack sein kann", so das Credo des Bremer Start-ups "Die Gewürznuss". Im Gespräch mit einem Feinschmecker, Veganer, Marokko-Liebhaber – und ehemaligen „Tiefkühl-Faulpelz“.

Luft- und Raumfahrt
04.04.2017
Ein Universaladapter für die Raumfahrt

Das internationale Team des Bremer Start-ups Space Products and Innovation UG (SPiN) arbeitet an dem Adapter MA61C, der die Luft- und Raumfahrt revolutionieren soll.

Start-ups
31.03.2017
Wie Start-ups den richtigen Investor finden

Der richtige Investor gibt weit mehr als nur sein Geld. Er ist Ansprechpartner, Türöffner und Brückenbauer. Wichtige Tipps für Technologie-Start-ups, die sich auf die Suche nach Investoren begeben.

Unternehmensservice Bremen
30.03.2017
9 Gründe, warum Sie den Unternehmensservice Bremen nutzen sollten

Sie wollen ein eigenes Unternehmen gründen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Hilfestellung bei behördlichen Verfahren, Formalitäten und Förderangeboten für Existenzgründerinnen und -gründer gibt es beim Unternehmensservice Bremen.

Luft- und Raumfahrt
29.03.2017
Bremer Forscher ergründen Rätsel um Luftverschmutzung

Luftverschmutzung wird in vielen Großstädten weltweit zum Problem. Wo Smog entsteht und wie sich Emissionen um den Globus verbreiten, möchte ein Bremer Wissenschaftlerteam herausfinden. Dazu nutzen sie sowohl Satelliten als auch Messwagen am Boden.

Luft- und Raumfahrt
27.03.2017
Licht für die Kanzlerin

AES – Aircraft Elektro/Elektronik System GmbH aus Bremen sorgen für passendes Licht-, Kommunikations- und Steuerungssysteme – selbst im Dienstflugzeug der Bundeskanzlerin.

Start-Ups
24.03.2017
FoPo! – die Food-Recycler

Ein internationales Team sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an – vom Bremer Kraftwerk aus. Aus aussortierten Früchten machen sie leckeres und praktisches Pulver: FoPo! – Food Powder. startups-bremen.de hat mit den Gründern gesprochen.

Luft- und Raumfahrt
20.03.2017
2017: Das Jahr der Roboter-Missionen

Tiefsee- und Raumfahrtforscher entwickeln in der „Robex“-Allianz gemeinsam robotische Systeme. Denn sowohl im All wie in der Tiefsee müssen Roboter unter extremsten Bedingungen autonom agieren. Initiiert von der Helmholtz-Gemeinschaft, steht Robex für Robotische Exploration unter Extrembedingungen. Die wissenschaftliche Koordinatorin Martina Wilde erklärt, worum es geht.

Start-Ups
17.03.2017
„Viel Geld ist gar nicht immer gut“

Christian Wedelich kennt sich aus im Startup-Business: Seit zehn Jahren arbeitet der studierte Soziologe für Startups und hilft ihnen beim Aufbau. Neuerdings ist der Bremer auch Chef von einem – das er nicht selbst gegründet hat. Wir haben mit dem Geschäftsführer von ClipVilla über seine Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Startup-Alltag gesprochen.

Luft- und Raumfahrt
16.03.2017
Raumfahrtmission in der Getränkedose

Ein "Satellit" in der Größe einer Getränkedose: Das ist CanSat. Es ist aber auch ein bundes- und europaweiter Wettbewerb, in dem Schüler-Teams diese Satelliten entwickeln, bauen, programmieren – und starten lassen. Dr. Daniel Borowski, Physik-Lehrer am Gymnasium Vegesack, hat den deutschen Wettbewerb in Bremen mit initiiert und erklärt, worum es geht.

Erfolgsgeschichten
10.03.2017
KartonTech Bremen: Vom Packmitteltechnologen zum Chef

Thomas Langner hat im Gewerbepark Hansalinie den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Stanzen, falzen, kleben: Er bietet verschiedene Dienstleistungen für die Kartonagen- und Verpackungsindustrie – und kann etwas, was andere Anbieter nicht können.

Start-ups
03.03.2017
Auf der sicheren Seite

Der Bremer Jörg Allstädt bedient den deutschlandweiten Trend nach mehr Sicherheit. Hinter dem Namen Turtle Saferooms verbirgt sich die Idee, funktionale Schutzräume in bestehende Häuser zu konstruieren – eine Sicherheitstechnik mit hohem ästhetischem Anspruch, die an der Weser geboren wurde.

Start-ups
24.02.2017
TobyRich: Fliegen kann so einfach sein

Ein Kippen des Smartphones und der Flieger ändert seine Richtung: TobyRich heißt das Start-up, das von Bremen aus den Modellflugzeug-Markt revolutioniert. Zu Besuch bei zwei Bastlern, die einfach abgehoben sind.

Digitalisierung / Industrie 4.0
22.02.2017
Sensosurf: Bremer Unternehmer bringt Bauteilen das Fühlen bei

Dr. Cord Winkelmann von der Sensosurf GmbH verheiratet Sensorik mit Material. Mit seinen ausgezeichneten Technologien der Sensorintegration ist der Bremer Unternehmer Vorreiter darin, Bauteilen das Fühlen, Denken und Kommunizieren beizubringen und eröffnet Unternehmen neue Wege.

Start-ups
17.02.2017
Die Bioniker: "Wir generieren Wettbewerbsvorteile"

Eine Echse, die sich zur Verteidigung die Finger bricht. Pflanzen, die frieren – und als Reaktion die interne Heizung auf bis zu 50 Grad Celsius stellen: Das sind Phänomene, die Markus Hollermann und Felix Förster begeistern. Als „die Bioniker" entwickeln die Bremer von der Natur inspirierte Lösungen.

Windenergie
14.02.2017
Bergsteiger auf hoher See

Hauptsache schwindelfrei! Die meisten der Stahlbau- und Schweißspezialisten der mh² offshore GmbH aus Bremerhaven haben eine Zusatzausbildung als Industriekletterer. Sie sind zur Stelle, wenn es selbst an der Küste gewaltige Höhen zu überwinden gibt – zum Beispiel bei Arbeiten an Offshore-Windkraftanlagen.

Luft- und Raumfahrt
13.02.2017
Bremen hebt ab: Warum Bremen ein ausgezeichneter Luft- und Raumfahrt-Standort ist

The Sky is not the limit. Darüber sind sich Wissenschaft, Produktion, Entwicklung und Wirtschaft einig. Flugzeugflügel, Ariane-Raketen, Galileo-Satelliten – Bremen gehört zu den Spitzenstandorten der internationalen Luft- und Raumfahrtbranche. Fünf Gründe für die Bremer Erfolgsgeschichte.

Start-ups
03.02.2017
Mut-Tour: „Wir können etwas machen, das sinnstiftend ist“

Mit „Umsonst-Abenteuern" bietet Sebastian Burger der Volkskrankheit Depression die Stirn. „Mut-Tour" heißt das Start-up, das der studierte Fotograf und leidenschaftliche Fahrrad-Abenteurer dazu gegründet hat. Zu Besuch bei einem Bremer Social Entrepreneur.

Wissenschaft
23.01.2017
Wissenschaft persönlich: Nadine Rehfeld vom Fraunhofer IFAM

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Nadine Rehfeld vom Fraunhofer IFAM in Bremen vor.

Luft- und Raumfahrt
16.01.2017
Wo Bremens Chancen in Kanada liegen

Die wirtschaftliche und innovative Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada stärken – dazu trägt seit rund fünf Jahren die Konferenzreihe German Canadian Concourse bei. Welche Chancen der Dialog zwischen Deutschland und Kanada für Bremen bietet, das erläutert Dr. Matthias Mück, Präsident des „Canada Meets Germany Network“ und Leiter des German Canadian Concourse im Interview.

Erfolgsgeschichten
13.01.2017
Als Student ein Unternehmen gründen: die Chefs von morgen an der Bremer Jacobs University

Sich mit 20 Jahren Gedanken über das eigene Unternehmen machen? An der Jacobs University werden Studierende wie Julius Schneider auf ihre Karriere als Existenzgründer vorbereitet. In Bremen treffen sie dabei auf ideale Voraussetzungen, um ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

Luft- und Raumfahrt
09.01.2017
Gärtnern für Mars, Mond und Antarktis

Gemüse im Weltraum? Das könnte mit dem Container-Gewächshaus des Projekts „EDEN ISS“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen bald Wirklichkeit werden

Start-ups
16.12.2016
Ein Tag im Leben von … Gründer Marco Klock

Wie sieht der Tag für einen erfolgreichen Start-up-Gründer aus? Wir haben den Arbeitstag von Marco Klock dokumentiert. Als einer der Gründer der beiden Bremer Legaltech-Start-ups edicted. und rightmart erzählt er uns, warum er ohne Straßenbahnfahrt nicht durch den Tag kommt.

Luft- und Raumfahrt
28.11.2016
„50 Prozent der Ausstellungsflächen sind schon reserviert“

2015 bekam Bremen den Zuschlag, den Weltraumkongress IAC auszurichten – nach 2003 zum zweiten Mal. Die Bewerbung geht auf eine Kooperation der bremischen Raumfahrtindustrie, -forschung und des Landes Bremen zurück. Die Ausrichtung wird unter anderem auch vom Bundeswirtschaftsministerium und vom DLR unterstützt.

Kreativwirtschaft
16.11.2016
Hilfe bei Existenzgründung: Wie das Bremer B.E.G.IN-Netzwerk das Findorffer Käsekontor unterstützte

Eine Idee, gereift wie guter Käse: Katrin Grosch hat sich mit ihrem eigenen Käseladen in Bremen-Findorff selbstständig gemacht. Hilfe, Tipps und Beratung erhielt sie dabei vom B.E.G.IN-Gründungsnetzwerk. Sie erzählt uns, wie Gründer optimal starten.

Wissenschaft
14.11.2016
Wissenschaft persönlich: Dr. Marco Scharringhausen vom DLR Bremen

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Dr. Marco Scharringhausen vom DLR Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen vor.

Start-ups
11.11.2016
Sprachsuche im Internet: Mit Spaactor finden, was andere sagen

Google findet alles. Alles? Nein – nur, was geschrieben steht und abgebildet wird. Aber das Internet, das sind auch Millionen Stunden an Videos und Podcasts. Was darin gesagt wird, das weiß Google nicht. Spaactor hingegen schon. Wie Unternehmen davon profitieren, verrät Start-up-Gründer Christian Schrumpf.

Luft- und Raumfahrt
07.11.2016
„Bremen hat alles, was ein Raumfahrtstandort braucht“

Im Dezember 2016 treffen sich die Minister der ESA-Mitgliedsstaaten, um die Schwerpunkte der europäischen Raumfahrt für die kommende Jahre zu bestimmen. Baden-Württemberg, Bayern und Bremen haben gemeinsam Empfehlungen erarbeitet. Im Interview erläutert Landeskoordinator Dr. Peter Vits, welche Stärken und Chancen er für Bremen sieht.

Kreativwirtschaft
02.11.2016
Raumperle findet deinen Traumraum

Die Hochzeit im Fernsehstudio, die Weihnachtsfeier im Club, das Seminar im Kino – die richtige Location macht den Unterschied. Damit der Traumraum kein Raumtraum bleibt, gibt es Raumperle. Mit dem Start-up geht ein langgehegter Wunsch für die Gründerin Tascha Schnitzler in Erfüllung.

Kreativwirtschaft
12.10.2016
Alles Wurst? Raum für Kreative in einer ehemaligen Wurstfabrik

Ungewöhnliche Ideen brauchen Raum, um sich zu entfalten. In einer ehemaligen Wurstfabrik hat die Bremer ZwischenZeitZentrale einen Ort geschaffen, an dem Kreative zu erschwinglichen Preisen Arbeits- und Büroräume zwischennutzen können.