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23.2.2017 - Merle Burghart

„Wir haben für jede Anfrage die passende Lösung“ – warum es für internationale Unternehmen so einfach ist, sich in Bremen anzusiedeln

Internationales
Andreas Gerber erzählt von seinem Traumjob im Team International der WFB

Von der Gründungsidee bis zur erfolgreichen Ansiedlung. Andreas Gerber, Teamleiter internationale Ansiedlung bei der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), weiß, worauf es bei der Gründung ausländischer Unternehmen ankommt. Im Gespräch erklärt er die wichtigsten Schritte bis zum eigenen Unternehmen in Bremen.

Andreas Gerber, Teamleiter Internationale Ansiedlung im Gespräch
Andreas Gerber, Teamleiter internationale Ansiedlung der Wirtschaftsförderung Bremen © WFB/Jann Raveling

Andreas Gerber, Sie sind seit 2006 im Team International für die Ansiedlung von Unternehmen verantwortlich. Welche Länder betreut die WFB?


Egal aus welchem Land – wir freuen uns über das Interesse aller internationalen Unternehmen am Standort Bremen.
In den USA, China und der Türkei liegen unsere Schwerpunkte. In diesen Ländern haben wir Bremeninvest Büros vor Ort, in denen unsere Kolleginnen und Kollegen aktiv für den Standort Bremen werben und unsere Kunden betreuen.
Unser Engagement ist nicht abhängig von Branche oder Größe des Unternehmens. Wir unterstützen Unternehmen immer umfassend. Es ist egal, wie klein das Projekt am Anfang auch aussehen mag.

Unternehmen ist es wichtig, möglichst schnell und umfassend betreut zu werden. Wie groß ist eigentlich Ihr Team?


Wir sind ein zehnköpfiges Team. Sieben von uns sitzen in Bremen und drei Kolleginnen und Kollegen sind vor Ort in unseren Außenbüros in Shanghai, Atlanta und Izmir.


Wie greifen Sie internationalen Unternehmen unter die Arme?

Wer sich entschließt, außerhalb seines Heimatlandes ein Unternehmen zu gründen, muss viele Aspekte berücksichtigen.
Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen aus dem Ausland während des gesamten Ansiedlungsprozesses behilflich zu sein. Wir reichen Unternehmen die Hand und begleiten sie strukturiert in ihrem gesamten Ansiedlungsprozess. Also von der Idee bis zur erfolgreichen Niederlassung.

Sie sagten, Sie begleiten den „gesamten Ansiedlungsprozess“. Was umfasst dieser?


So ein Ansiedlungsprozess durchläuft mehrere Phasen. Straff zusammengefasst sind das drei Punkte: die Entscheidungsphase, die Beratung in Bremen vor Ort und die Ansiedlung an sich.


Wie geht es los?


Zuallererst muss die Entscheidung zur Ansiedlung vorbereitet werden. Wir beraten bei Markteintrittsstrategien und finden Antworten auf ein meist breites Spektrum offener Fragen. Wie zum Beispiel die notwendige Rechtsform oder generelle steuerliche Aspekte.
Sobald die Entscheidung für einen Besuch in Bremen gefallen ist, organisieren wir Gespräche in Bremen – mit Rechtsanwälten, Steuerberatern, Banken und möglichen Partnern.
Schließlich muss ein geeigneter Standort in Bremen gefunden werden. Natürlich sind wir auch bei der Vernetzung zu möglichen Partnerinnen und Partnern und Instituten behilflich.

Und wenn ich erst einmal in Bremen gegründet habe?


Wir helfen nicht nur bei der Firmengründung und beim Finden der richtigen Immobilie. Häufig treten Visafragen auf, die geklärt werden müssen.
Auch nach Abschluss der Gründung sind wir jederzeit für unsere Kunden da. Denn die Fragen hören nicht auf, sobald sich die Pforten zur neuen Betriebsstätte geöffnet haben. Im Gegenteil.

World Trade Center Bremen
Das WTC in Bremen gehört zum 89 Länder umfassenden Netzwerk der World Trade Centers Association © WFB/Jens Lehmkühler

Gerade die Standortsuche über Ländergrenzen hinweg gestaltet sich vermutlich als schwierig.


Es ist genau unsere Aufgabe, an dieser Stelle zu helfen. Gerade in der Anfangsphase bedarf es kleiner Büros, um erst einmal zu starten. In Bremen haben wir daher mit dem World Trade Center ein Gebäude geschaffen, in dem sich internationale Unternehmen in kleinen Büroeinheiten niederlassen können. Büros können auch möbliert angemietet werden. Der zentrale Empfangs- und Telefonservice des WTC garantiert ständige Erreichbarkeit – auch bei Abwesenheit.
Aber selbstverständlich helfen wir auch bei der Suche nach Produktions- und Lagerhallen.

Durch das Votum für den Brexit stehen Veränderungen in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen EU und Großbritannien an. Wie gehen Sie mit dem Brexit und den eventuellen Folgen für Unternehmen um?


Ich verstehe den Brexit als Chance für Bremen. Aber erstmal müssen wir abwarten, wie die Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und Großbritannien aussehen werden. Je nachdem, wie tarifäre oder nicht tarifäre Handelshemmnisse ausgestaltet werden, wird es größere oder kleinere Hindernisse für Unternehmen in Großbritannien geben, die auch weiterhin im EU-Binnenmarkt tätig sein wollen. Darauf sind wir vorbereitet. Unsere Dienstleistungen sind genau darauf ausgerichtet. 

Warum sollten sich internationale Unternehmen für Bremen entscheiden?


Gerade in den Bereichen Automotive, Nahrungs- und Genussmittel, Windenergie und Luft- und Raumfahrt sowie der Maritimen Wirtschaft und Logistik zählt unser Bundesland zu den führenden in Deutschland.
Das bundesweit größte Güterverkehrszentrum hat seinen Sitz in Bremen. Wir sind in Sachen Logistik top aufgestellt. Bremen ist ein internationaler Standort mit hervorragender Anbindung.
Und wer seine Familie mitbringen möchte, findet mehrsprachige Kindergärten, eine internationale Schule und englischsprachige Studiengänge in unseren Hochschulen sowie eine global agierende Unternehmerschaft.

Dreh- und Angelpunkt: Der Hafen- und Logistikstandort Bremen bietet viel Potenzial
Dreh- und Angelpunkt: Der Hafen- und Logistikstandort Bremen bietet viel Potenzial © WFB/Frank Pusch

Wenn ich mich dazu entschließe, mein Gewerbe in Bremen zu eröffnen, wie gehe ich vor?


Sie melden sich ganz einfach bei uns. Entweder in einem unserer Bremeninvest Büros oder direkt bei uns in Bremen.
Dann setzen wir uns zusammen und fragen erst einmal die Vorstellungen des Unternehmens ab. Anschließend besprechen wir die nächsten Schritte. Abhängig davon, wie konkret die Planungen bereits sind und wieviel Vorkenntnisse schon vorhanden sind, werden die einzelnen Schritte abgearbeitet. Der Kunde benennt seine Anforderungen für das Tempo – wir haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass auch ganz kurzfristige Gründungen zusammen mit unseren Partnern machbar sind.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit am meisten?


Für mich ist es schon ein Traumjob. Der Kontakt mit den Unternehmen ist das Schönste daran. Die Menschen, die zu uns kommen, sind allesamt spannende Charaktere mit Leidenschaft und Motivation und dem Ziel, etwas bewegen zu wollen. Das bedeutet Abwechslung und immer wieder neue Situationen.

Andreas Gerber, danke für das Gespräch!


Mehr Informationen zum Thema „Bremen international“ finden Sie hier.

Wenn Sie sich für eine Investition aus dem Ausland in Bremen interessieren, kontaktieren Sie Andreas Gerber, Teamleiter Internationale Ansiedlung,  Tel. +49 421 9600 123, andreas.gerber@wfb-bremen.de


Ihre Ansprechperson für Unternehmensservice und Vertrieb im World Trade Center ist Elisabeth Breidbach, Tel.: 0421 9600 241, elisabeth.breidbach@wfb-bremen.de.

Mehr zum Service des World Trade Centers Bremen erfahren Sie hier.


Sie möchten wissen, was Ihnen Bremen im Punkte Lebensqualität zu bieten hat? Hier finden Sie es heraus.


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Internationales
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Internationales
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Internationales
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Internationales
02.06.2016
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Ob Kaffee im Pariser Café oder der Mercedes-Benz Roadster SL am Sunset Boulevard – Bremer Produkte gibt es auf der ganzen Welt. Welche Waren aus Bremen im Ausland besonders beliebt sind und wohin diese exportiert werden, lesen Sie hier.

Internationales
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Als "Perle der Ägäis" ist Izmir unter Touristen bekannt – aber auch die Wirtschaft der Metropole weckt immer größeres Interesse. Wie sich die Stadt entwickelt und warum auch die Wirtschaftsförderung Bremen dort ein Büro eröffnet hat, lesen Sie in diesem Artikel des Wirtschaftsportals.

Digitalisierung / Industrie 4.0
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Die Bremer Technologieberater SALT AND PEPPER helfen einem Automobilzulieferer aus der nordchinesischen Region Jilin bei der digitalen Revolution. Und zeigen so, dass Industrie 4.0-Projekte auch mit kleinem Budget erfolgreich sein können.

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China plant in den kommenden Jahren massiv in die Raumfahrt zu investieren. Bremen kann für dieses Vorhaben ein starker Partner sein und der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit wurde schon vor vielen Jahren gelegt.

Internationales
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Diese fünf Dinge sollten Sie bei Ihrer nächsten Geschäftsreise beachten – Teil 3: China

In den vorherigen Artikeln haben wir Tipps für Reisen in die USA und in die Türkei gegeben. Jetzt zeigen wir Ihnen, wie Sie bei Geschäftstreffen in China punkten können.

Internationales
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Diese fünf Dinge sollten Sie bei Ihrer nächsten Geschäftsreise beachten – Teil 2: Türkei

Nach den USA, ist dies der zweite Artikel einer dreiteiligen Reihe. Diesmal geben wir Tipps, damit Ihre Verhandlungen in der Türkei bestmöglich verlaufen.

Internationales
31.03.2016
Diese fünf Dinge sollten Sie bei Ihrer nächsten Geschäftsreise beachten – Teil 1: USA

In dieser dreiteiligen Artikelreihe reisen wir in die drei Partnerländer der Wirtschaftsförderung Bremen. Wir geben Tipps, damit Ihre Verhandlungen im Ausland bestmöglich verlaufen.

Internationales
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