+49 (0) 421 9600-10
18.4.2016 - Corinna Laubach

Windenergie-Start-up evoblade: Angewandte Forschung und Gründergene

Windenergie

Mit Luftströmen kennt Dr.-Ing. Frank Kortenstedde sich bestens aus. Er hat Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik an der Hochschule Bremen studiert und zum Rotorblatt an der TU Clausthal promoviert. Innerhalb der Dissertation hat der 44-Jährige erste Ansätze für ein innovatives Strömungselement entwickelt, das mittlerweile Kern des Start-ups evoblade ist. Seit 2014 feilt er mit drei weiteren Mitstreitern an der Unternehmensidee. Das Produkt, mit dem die Ingenieure im kommenden Jahr in den Markt gehen wollen, ist ein neuartiges, herstellerunabhängiges Strömungselement: „SplitFlap“, kurz SF. Aktuell wird es wissenschaftlich auf Herz und Nieren geprüft und bei der Deutschen Windtechnik AG getestet. Preiswürdig war es bereits: Beim Campus-Ideenwettbewerb „Smart Tech Trophy 2015“ machte es den zweiten Platz.

„SplitFlap“ – das herstellerunabhängige Strömungselement, mit dem evoblade an den Markt gehen wird.
„SplitFlap“ – das herstellerunabhängige Strömungselement, mit dem evoblade an den Markt gehen wird. © WFB/Frank Pusch

Zugegeben, für Laien sieht das relativ unspektakulär aus, was Kortenstedde vor sich auf dem Tisch aufgebaut hat. Seine Zukunft ist ein durchaus formschönes, gräuliches Bauteil. Aus glasfaserverstärktem Kunststoff wie die Rotorblätter selber, erläutert Kortenstedde. Genau dieses unscheinbare Strömungselement könnte die Windenergieerzeugung revolutionieren. Vier Jahre nach der Einreichung konnte er 2015 das Patent darauf in den Händen halten; Besitzer ist indes die Deutsche Windtechnik, bei der das Element in der Erprobung ist. Noch bis Februar 2017 läuft die Weiterentwicklung und Optimierung der „SplitFlap“. „Wir stehen kurz vor dem ersten Meilenstein“, sagt der Gründer und meint die Analyse des Rotorblattes für die Anlage. Bislang stimmen ihn alle Simulationen hoch zufrieden. „Bereits mit dem ersten Prototypen konnten wir aufzeigen, dass die periodische Abströmung reduziert und ein Mehrertrag an Energie gewonnen wird.“ Da waren es 1,5 Prozent mehr. Betreiber werden ab drei Prozent hellhörig, weiß Kortenstedde und stellt sich auf gespitzte Ohren ein: In neuen Simulationen habe man diese Schwelle bereits überschritten. Angepeilt sind jetzt mehr als fünf Prozent.


Ohne IT geht nichts

Ein Tüftler in der sagenumwobenen Bastlergarage ist Frank Kortenstedde nicht. Ohne seinen Computer ist der Ingenieur aufgeschmissen. „Die Arbeit ist hochgradig IT-basiert und systematisch“, erklärt er. Es werden komplexe Standardprogramme angewandt, für die man ein ausgewiesenes Know-how braucht. „Unser Ziel ist ein gutes Ergebnis“, sagt er simpel zu der hochtechnologisierten Entwicklung, die immer dem Vergleich mit der Realität standhalten muss. Beispielsweise über die Forschungswindanlage DEBRA 25, einem Modell aus den 80er Jahren. Für Frank Kortenstedde hochinteressant, da alle Rotorblätter und Profile bekannt seien. Ob die im Computer berechneten Strömungen realistisch sind, das wird zudem auch in Windkanalexperimenten überprüft werden.

Dr.-Ing. Frank Kortenstedde, einer der Köpfe hinter dem Windenergie-Start-up evoblade.
Dr.-Ing. Frank Kortenstedde, einer der Köpfe hinter dem Windenergie-Start-up evoblade. © WFB/Frank Pusch

Retrofitting: Nische mit großem Potenzial

Der Weg in den Markt ist ein weiter. Seit 2009 ist das Strömungselement in der projektbasierten Entwicklung und Testung. Schwachstellen beheben, das Maximum herausholen, eine Herausforderung. Frank Kortenstedde – ein unkomplizierter, bodenständiger Typ in Jeans, Pulli und Turnschuhen – weiß genau, wohin er mit der „SplitFlap“ will: Retrofitting heißt seine Nische und die ist durchaus lukrativ. Für ihn als Entwickler und auch für die Betreiber. Sein Fokus liegt auf dem Onshore-Feld. Nach Repowering wende sich die Branche langsam dem Retrofitting, dem Verbessern alter Anlagen, zu. Allein in Norddeutschland würden geschätzt gut 6.000 Alt-Anlagen dafür infrage kommen. Auf der „Husum Wind“ konnte er im vergangenen Jahr erste wertvolle Kontakte knüpfen, derzeit sucht er nach Referenzkunden. Das Interesse ist durchaus da. „Alte Anlagen können von der SplitFlap profitieren und weiter rentabel produzieren.“ Entscheidet sich ein Betreiber für die Montage des Strömungselementes, dann habe er nicht nur eine hohe, qualitative Verbindung von Blatt und Strömungselement, sondern auch ein Retrofit, das die Lebensdauer der gesamten Anlage hält. Die „SplitFlap“ ist nicht ein aufgesetztes Bauteil, sondern wird anlaminiert und umfasst gut 60 Prozent der Rotorblattlänge ab dessen Wurzel. Innerhalb einer Woche soll die Montage realisiert werden.

"SplitFab" bietet Leistungssteigerung für Windkraftanlagen
"SplitFab" bietet Leistungssteigerung für Windkraftanlagen © WFB/Frank Pusch

Brutkasten für die Reife

In der Forschung war und ist Frank Kortenstedde alles andere als unglücklich, bezeichnet die Hochschule Bremen und das Institut für Aerospace-Technologie (IAT) gar als „ein Zuhause“ und doch treibt ihn der Wunsch, mehr zu bewegen, selber zu entwickeln und ins Risiko zu gehen in die Selbstständigkeit. Noch ist diese partiell. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wind Turbines Department hat er einen unbefristeten Vertrag. Auch dort beschäftigt er sich mit dem Themenfeld Aerodynamik. Hat man an der Hochschule keine Angst, dass er dort erworbenes Wissen für seine eigene Firma nutze? Im Gegenteil, erläutert Kortenstedde. Der Institutsleiter unterstütze ihn sehr und setze langfristig auf Synergien.

Ich habe mir den gesamten Prozess der Selbstständigkeit leichter vorgestellt, aber Hürden muss man sportlich nehmen.

Praxisnahe Unterstützung holt sich der Jungunternehmer zudem über das Gründercoachingprogramm BRUT der Förderbank BAB. "Trotz meines Masterstudiums 'Industrial Engineering' hilft es mir als Techniker immens, die betriebswirtschaftlichen Grundlagen zu vertiefen und bei dem Erarbeiten des Businessplans.“ Hinzu kommt das neue „kraftwerk - city accelerator bremen“. In der dritten Etage im einstigen Postamt 5 am Hauptbahnhof teilt er sich mit sechs Start Ups eine große Halle. Dort können sich Gründer austauschen und der Ingenieur weiter mit seinem Team an der Marktreife der „SplitFlap“ arbeiten.


Weitere Informationen zum Thema Windenergie gibt es bei Dieter Voß, Tel.: 0421 9600 328, dieter.voss@wfb-bremen.de.

Weitere Informationen zur Windenergiebranche in Bremen und zu den Services der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH finden Sie hier.

Start-Ups
24.03.2017
FoPo! – die Food-Recycler

Ein internationales Team sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an – vom Bremer Kraftwerk aus. Aus aussortierten Früchten machen sie leckeres und praktisches Pulver: FoPo! – Food Powder. startups-bremen.de hat mit den Gründern gesprochen.

Start-Ups
17.03.2017
„Viel Geld ist gar nicht immer gut“

Christian Wedelich kennt sich aus im Startup-Business: Seit zehn Jahren arbeitet der studierte Soziologe für Startups und hilft ihnen beim Aufbau. Neuerdings ist der Bremer auch Chef von einem – das er nicht selbst gegründet hat. Wir haben mit dem Geschäftsführer von ClipVilla über seine Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Startup-Alltag gesprochen.

Erfolgsgeschichten
10.03.2017
KartonTech Bremen: Vom Packmitteltechnologen zum Chef

Thomas Langner hat im Gewerbepark Hansalinie den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Stanzen, falzen, kleben: Er bietet verschiedene Dienstleistungen für die Kartonagen- und Verpackungsindustrie – und kann etwas, was andere Anbieter nicht können.

Start-ups
03.03.2017
Auf der sicheren Seite

Der Bremer Jörg Allstädt bedient den deutschlandweiten Trend nach mehr Sicherheit. Hinter dem Namen Turtle Saferooms verbirgt sich die Idee, funktionale Schutzräume in bestehende Häuser zu konstruieren – eine Sicherheitstechnik mit hohem ästhetischem Anspruch, die an der Weser geboren wurde.

Start-ups
24.02.2017
TobyRich: Fliegen kann so einfach sein

Ein Kippen des Smartphones und der Flieger ändert seine Richtung: TobyRich heißt das Start-up, das von Bremen aus den Modellflugzeug-Markt revolutioniert. Zu Besuch bei zwei Bastlern, die einfach abgehoben sind.

Digitalisierung / Industrie 4.0
22.02.2017
Bremer Unternehmer bringt Bauteilen das Fühlen bei

Dr. Cord Winkelmann von der Sensosurf GmbH verheiratet Sensorik mit Material. Mit seinen ausgezeichneten Technologien der Sensorintegration ist der Bremer Unternehmer Vorreiter darin, Bauteilen das Fühlen, Denken und Kommunizieren beizubringen und eröffnet Unternehmen neue Wege.

Start-ups
17.02.2017
Die Bioniker: "Wir generieren Wettbewerbsvorteile"

Eine Echse, die sich zur Verteidigung die Finger bricht. Pflanzen, die frieren – und als Reaktion die interne Heizung auf bis zu 50 Grad Celsius stellen: Das sind Phänomene, die Markus Hollermann und Felix Förster begeistern. Als „die Bioniker" entwickeln die Bremer von der Natur inspirierte Lösungen.

Windenergie
14.02.2017
Bergsteiger auf hoher See

Hauptsache schwindelfrei! Die meisten der Stahlbau- und Schweißspezialisten der mh² offshore GmbH aus Bremerhaven haben eine Zusatzausbildung als Industriekletterer. Sie sind zur Stelle, wenn es selbst an der Küste gewaltige Höhen zu überwinden gibt – zum Beispiel bei Arbeiten an Offshore-Windkraftanlagen.

Start-ups
03.02.2017
Mut-Tour: „Wir können etwas machen, das sinnstiftend ist“

Mit „Umsonst-Abenteuern" bietet Sebastian Burger der Volkskrankheit Depression die Stirn. „Mut-Tour" heißt das Start-up, das der studierte Fotograf und leidenschaftliche Fahrrad-Abenteurer dazu gegründet hat. Zu Besuch bei einem Bremer Social Entrepreneur.

Windenergie
31.01.2017
Wartungskosten in der Offshore-Windkraft senken mit preInO

Die Instandhaltung macht bis zu 25 Prozent der Gesamtkosten eines Offshore-Windparks aus. Das Forschungsprojekt preInO möchte diese Kosten nun reduzieren mittels Methoden künstlicher Intelligenz und automatischer Selbstorganisation. Wie Forscher aus Bremen die Offshore-Windenergie günstiger machen

Luft- und Raumfahrt
25.01.2017
Kampf dem Dateien-Wirrwarr beim Satellitenbau

Beim jungen Bremer Unternehmen Valispace entwickeln Marco Witzmann und sein Team seit zwei Jahren webbasierte Software, die Raumfahrtingenieuren Arbeitserleichterungen und ein Ende des Dateien-Wirrwarrs verspricht.

Erfolgsgeschichten
13.01.2017
Als Student ein Unternehmen gründen: die Chefs von morgen an der Bremer Jacobs University

Sich mit 20 Jahren Gedanken über das eigene Unternehmen machen? An der Jacobs University werden Studierende wie Julius Schneider auf ihre Karriere als Existenzgründer vorbereitet. In Bremen treffen sie dabei auf ideale Voraussetzungen, um ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

Windenergie
10.01.2017
Förderprojekt in der Windenergie: Neues Flügel-Konzept reduziert Lasten

Dank neuem Rotorblattdesign zu leichteren und kostengünstigeren Windkraftanlagen: Wie ein Bremer Forschungsprojekt mithilfe der WFB und Förderung aus dem Programm für anwendungsnahe Umwelttechniken die Windenergiebranche revolutionieren will.

Start-ups
16.12.2016
Ein Tag im Leben von … Gründer Marco Klock

Wie sieht der Tag für einen erfolgreichen Start-up-Gründer aus? Wir haben den Arbeitstag von Marco Klock dokumentiert. Als einer der Gründer der beiden Bremer Legaltech-Start-ups edicted. und rightmart erzählt er uns, warum er ohne Straßenbahnfahrt nicht durch den Tag kommt.

Kreativwirtschaft
16.11.2016
Hilfe bei Existenzgründung: Wie das Bremer B.E.G.IN-Netzwerk das Findorffer Käsekontor unterstützte

Eine Idee, gereift wie guter Käse: Katrin Grosch hat sich mit ihrem eigenen Käseladen in Bremen-Findorff selbstständig gemacht. Hilfe, Tipps und Beratung erhielt sie dabei vom B.E.G.IN-Gründungsnetzwerk. Sie erzählt uns, wie Gründer optimal starten.

Start-ups
11.11.2016
Sprachsuche im Internet: Mit Spaactor finden, was andere sagen

Google findet alles. Alles? Nein – nur, was geschrieben steht und abgebildet wird. Aber das Internet, das sind auch Millionen Stunden an Videos und Podcasts. Was darin gesagt wird, das weiß Google nicht. Spaactor hingegen schon. Wie Unternehmen davon profitieren, verrät Start-up-Gründer Christian Schrumpf.

Kreativwirtschaft
02.11.2016
Raumperle findet deinen Traumraum

Die Hochzeit im Fernsehstudio, die Weihnachtsfeier im Club, das Seminar im Kino – die richtige Location macht den Unterschied. Damit der Traumraum kein Raumtraum bleibt, gibt es Raumperle. Mit dem Start-up geht ein langgehegter Wunsch für die Gründerin Tascha Schnitzler in Erfüllung.

Kreativwirtschaft
12.10.2016
Alles Wurst? Raum für Kreative in einer ehemaligen Wurstfabrik

Ungewöhnliche Ideen brauchen Raum, um sich zu entfalten. In einer ehemaligen Wurstfabrik hat die Bremer ZwischenZeitZentrale einen Ort geschaffen, an dem Kreative zu erschwinglichen Preisen Arbeits- und Büroräume zwischennutzen können.

Digitalisierung / Industrie 4.0
13.09.2016
Zwischen Weltall, Wind und Welle: Kommunikation in Offshore-Windparks

Offshore-Windparks entstehen dutzende Kilometer vor der Küste. Dorthin reichen kein Handynetz und keine Internetverbindung. Das Projekt Com4Offshore will dies ändern und die Projektkommunikation vereinfachen. Dazu nutzt es Cloud- und Satellitendienste, um alle Beteiligten in Echtzeit zu vernetzen.

Stadtentwicklung
31.08.2016
nur manufaktur – Produkte aus regionaler Manufaktur-Herstellung

Entschleunigtes Einkaufen, nachhaltige Produkte – und das mitten in der Bremer City? Mit ihrem Pop-up-Store „nur manufaktur“ zeigt Jungunternehmerin Vanessa Just, dass das prima zusammenpasst. Ein Angebot an alle, die es beim Shoppen ein bisschen individueller wünschen.

Windenergie
30.08.2016
Rotorblatt-Inspektion auf 6 Uhr

Mit einem kompakten Kamerasystem machen die Bremer Unternehmen REETEC und Gullyver die Inspektion von Offshore und Onshore-Windenergieanlagen effizienter. Kai Jäger und Sebastian Anders erklären, wie das funktioniert.

Kreativwirtschaft
24.08.2016
Neun Tipps für Existenzgründer beim Bankgespräch

Wer gründen will, kommt selten ohne Fremdkapital aus. Dabei muss er oder sie den Finanzberater für einen Kredit überzeugen – denn letztendlich entscheidet die Bank. Wir haben neun Tipps zusammengestellt, wie Kreative erfolgreich das Bankgespräch bewältigen.

Kreativwirtschaft
10.08.2016
Der Weg in die Selbstständigkeit – 13 Förderprogramme für Kreativ-Gründer

Ein eigenes Unternehmen gründen, sich selbstständig machen – davon träumen viele. Oft scheitert es jedoch an den finanziellen Mitteln. Wir haben eine Liste mit Förderprogrammen des Landes Bremen und des Bundes zusammengestellt, die den Start ins eigene Business erleichtern.

Windenergie
02.08.2016
BladeMaker - Hände für Fertigungsroboter kommen aus Bremen

Im Projekt BladeMaker arbeiten Wissenschaftler daran, die Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen zu automatisieren. Eine Forschungsgruppe am Bremer BIK übernimmt dabei die Entwicklung der Hände des Roboters.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
14.07.2016
Kreativ werden mit der Sofortbild-Werkstatt von FOBI-X

Draufhalten, Knopf drücken, rausziehen: Stefan Bischoff hat den Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie miterlebt. Den aktuellen Retrotrend zu Sofortbild-Kameras greift er mit seinem neuesten Projekt FOBI-X im Bremer citylab auf.

Kreativwirtschaft
13.07.2016
Von der Uni in die Selbstständigkeit: Zwei junge Bremer starten mit ihrer Werbeagentur in der Neustadt durch

Schon nach einem halben Jahr alle Hände voll zu tun: Die beiden jungen Neustädter Lars Klimmeck und Christoph Neumeier haben mit ihrer Agentur Jung&Billig den richtigen Riecher fürs digitale Werbe-Business.

Erfolgsgeschichten
08.07.2016
Purpose Stiftung – Unternehmen, die Eigentum und Management neu denken

Ganz hoch im gesellschaftlichen Diskurs stehen aktuell Fragen zu Eigentum, Umverteilung und alternativen Formen des Arbeitens. Im Gespräch erläutert der Bremer Achim Hensen, Mitbegründer des Purpose-Netzwerks, wieso Purpose dafür arbeitet, dass die Wirtschaft ihre eigentlichen Aufgaben besser wahrnehmen kann.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
01.07.2016
citylab Bremen – ein strategisches Konzept zur Zwischennutzung hat Erfolg

Wenn Ladenflächen vorübergehend nicht genutzt werden, wird vielerorts über eine Zwischennutzung nachgedacht. Das citylab in der Bremer Innenstadt folgt einem besonderen Konzept, das von Besuchern gut angenommen wird: in temporären Pop-up-Stores können innovative Geschäftsideen ausgetestet werden.

Windenergie
28.06.2016
Monopiles vibrieren und nicht rammen – Tests zum Nachweis der Tragfähigkeit

Für den Betrieb von Windkraftanlagen ist es wesentlich, Tragfähigkeit und Lebensdauer der Bauteile zu kennen. Die Bremer Firma GEO-ENGINEERING hat ein Verfahren entwickelt, diese zu bestimmen. Im Gespräch erläutern Professor Tobias Mörz und Diplom-Ingenieur Benjamin Ossig die Neuartigkeit der Methode – und was sie außerdem erforschen.

Start-ups
24.06.2016
Machen statt reden – "Startup Weekend Bremen" setzt Impulse

"No talk, all action!", so das Motto des "Startup Weekend Bremen". Das Ziel: In 54 Stunden von der Idee zum Start-up. 40 Teilnehmende mit 18 Ideen waren dabei – Konzepte wie dieses beweisen, dass die Szene in Bremen wächst und im bundesweiten Vergleich aufholt.

Maritime Wirtschaft und Logistik
14.06.2016
Belieferung von Onshore-Windparks aus dem Neustädter Hafen

Der Umschlag von Stückgut über den Neustädter Hafen hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Dazu trägt auch die Energiewende bei: Insbesondere die Verladung von großen Bauteilen für Windparks sorgt dafür, dass in vielen Nächten Schwertransporte den Hafen verlassen. Dafür sorgen auch die verbesserten Rahmenbedingungen im Land Bremen.

Luft- und Raumfahrt
01.06.2016
Wie Start-ups mit Technik aus dem All die Welt verändern

„Commercial Space“ oder auch "New Space" hat mit der eigentlichen Raumfahrt kaum etwas zu tun. Unter diesem Thema versteht man Geschäftsmodelle, bei denen Raumfahrttechnologien verwendet werden, um einen konkreten Nutzen für Industrie oder Gesellschaft zu erzielen. Rund 200 Start-ups und Investoren haben dazu auf dem "Disrupt Space Summit" Ideen entwickelt.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
23.05.2016
Sneaker in individuellem Design

Schuhe individuell konfigurieren und nach eigenen Vorstellungen in einer Manufaktur herstellen lassen? Dass das auch bei Sneakern in herausragender Qualität geht, beweist Malte Blank derzeit mit seinem Pop-up-Store BLNKS im Bremer citylab.

Windenergie
03.05.2016
Offshore-Windenergie – was die Forschung leisten muss

„Digitalisierung bei Betrieb und Instandhaltung von Offshore-Windparks“ lautete die Überschrift der Innovationswerkstatt am 07. April 2016 im BITZ. Vertreter aus Industrie und Forschung trafen sich um gemeinsam an den Optimierungspotenzialen der Branche zu arbeiten.

Kreativwirtschaft
06.04.2016
Produktionsräume auf Zeit – bei Craftspace online mieten

Das eigene Fotostudio, die Werkstatt oder die Profi-Küche sind selten voll ausgelastet. Warum dann nicht mit anderen teilen? Das Start-up Craftspace bringt Anbieter von Produktionsräumen und Gründer, Kleinunternehmer und Künstler auf einer Onlineplattform zusammen. Davon profitieren alle.

Wissenschaft
05.04.2016
Paddeln an Land - zwei Bremer Studenten erfinden das Radfahren neu

Es gibt Erfindungen, die sind so genial wie naheliegend, da fragt man sich: Wieso erfindet das jemand erst jetzt? So wie beim Paddelfahrrad, das zwei Bremer Studenten der Universität Bremen entwickelt haben.

Weitere Artikel