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18.5.2017 - Axel Kölling

Blick ins Silicon Valley: Auch für den Mittelstand unverzichtbar

Internationales
Warum nicht nur Großkonzerne einen genauen Blick ins "Auge des Orkans" werfen sollten

Die Digitalisierung hat mittlerweile alle Branchen erfasst. Die technologischen Trends rund um Industrie 4.0 und das "Internet der Dinge" haben sehr oft im Silicon Valley ihren Ursprung. Warum nicht nur Großkonzerne einen genauen Blick ins "Auge des Orkans" werfen sollten, erklären Rene van den Hoevel, Geschäftsführer der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in San Francisco, und Christoph Ranze, Geschäftsführer der encoway GmbH sowie Vorstandsmitglied des Vereins bremen digitalmedia, im Gespräch.

Christoph Ranze und Rene van den Hoevel
Christoph Ranze, Geschäftsführer der encoway GmbH (links) und Rene van den Hoevel, Geschäftsführer der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in San Francisco © WFB/Jan Rathke

Herr van den Hoevel, warum sollten deutsche Unternehmen sich mit dem Silicon Valley beschäftigen?

RvdH: Es gibt ungefähr 50 deutsche Großkonzerne, die in den letzten drei bis vier Jahren eine Dependence im Silicon Valley eröffnet haben. Die machen das aus unterschiedlichen Gründen. Es gibt Firmen, die selbst Venture Capital haben und dort investieren – BMW hat zum Beispiel einen 500-Millionen-Fonds über die nächste Dekade aufgelegt. Es gibt aber auch Firmen, die einfach nur Trends beobachten und nach interessanten Technologien suchen. Die dritte Gruppe, zu der viele Automobilhersteller oder Bosch gehören, betreiben vor Ort auch selbst Forschung und Entwicklung. Jeder macht das ein bisschen anders.

Lohnt sich das auch für Mittelständler?

RvdH: Was wir beobachten: Die Großunternehmen sind jetzt fast alle da. Seit ein bis zwei Jahren kommt nun vermehrt auch der große Mittelstand. Diese Unternehmen müssen nicht unbedingt ein eigenes Büro aufbauen, aber sie müssen zumindest im Blick haben, was dort passiert und welche Trends auf ihr Geschäft zukommen. Dafür gibt es Agenturen, die das übernehmen können. Ich finde es aber wichtig, dass die auch mal persönlich kommen und sich das vor Ort angucken. Wir als Kammer helfen unter anderem Firmen dabei, ein Besuchsprogramm für zum Beispiel eine Woche zu organisieren.

Rene van den Hoevel
Rene van den Hoevel © WFB/Jan Rathke

Besonders im Kommen sind gerade das "Internet der Dinge" – auch IoT genannt, für "Internet of Things" – und die Industrie 4.0. Wir sehen, dass da extrem viel Geld reinfließt. Der weltweite Markt für IoT wird alleine im Manufacturing, also im Herstellungsbereich, auf 17 Billionen Dollar geschätzt. Ein Beispiel ist das Start-up Sight Machine – die ziehen Daten aus dem Maschinenpark ab, um sie für neue Geschäftsmodelle zu nutzen. Die sagen aber auch, dass sie in Deutschland Schwierigkeiten haben, Kunden zu gewinnen, weil die Unternehmen hier mehr Vorbehalte gegenüber Cloud-Lösungen haben als anderswo. Da müssen wir als deutscher Mittelstand aufpassen, dass wir nicht zu lange warten. Darum glaube ich, dass es für Mittelständler auf jeden Fall wichtig ist, dass sie das Silicon Valley im Auge behalten.

Herr Ranze, ist encoway schon in den USA vertreten?
  
CR: Für mich hat das Valley eine andere Bedeutung. Man muss als Mittelständler nicht dort hin, um Geschäfte abzuwickeln, aber man muss sehen, dass dort etwas passiert, und dann eine Antwort auf diese Entwicklungen für sich finden. Das macht man am besten, indem man direkt ins Auge des Orkans fährt. Man muss da hin, um zu merken, dass die Digitalisierung nichts Abstraktes ist. Wenn Bahlsen zum Beispiel meint: "Was soll mir Amazon anhaben, das ist ein Logistik-Konzern", Amazon dann aber anfängt, Süßwaren selbst herstellen zu lassen, dann begreift man, welcher Disruption selbst klassische Unternehmen ausgesetzt sein können. Auch als Mittelständler muss man verstanden haben, wie digitale Unternehmen ticken, um die eigene Marktrolle weiterentwickeln zu können. Und ein Besuch im Valley hilft beim Augenöffnen.

Als Softwarehersteller ist encoway ja Teil eines relativ großen Maschinenbau-Unternehmens, der Lenze-Gruppe. Welche Vorteile hat das für beide Seiten?

CR: Mit der Entwicklung der Software haben wir damals noch an der Uni Bremen angefangen als Pilotprojekt. Lenze hat dann Kapital in die Hand genommen und gesagt: "Das, was ihr da für uns macht, damit muss man doch auch bei anderen Maschinenbauern Geld verdienen können." Im Jahr 2000 haben wir daraus dann das Unternehmen gegründet – kurz bevor die Internetblase platzte. In den ersten Geschäftsjahren haben wir dann auch tolle Kunden gewonnen und ordentliche Umsätze gemacht. Innerhalb der Lenze-Gruppe war das aber zunächst noch unbedeutend. Lenze verkaufte Antriebstechnik, wir bauten Software. Geändert hat sich das aber in den letzten vier bis fünf Jahren, als plötzlich alle Welt anfing, von Digitalisierung und Industrie 4.0 zu reden. Mittlerweile hat sich die Bedeutung von encoway für Lenze komplett verschoben. Die Auseinandersetzung mit dem Geschäft rund um Software und Daten wird zur Kernanforderung für nahezu alle Industrie-Unternehmen.

Christoph Ranze
Christoph Ranze © WFB/Jan Rathke

Lenze hat heute etwa 3.500 Mitarbeiter – und über die encoway ein funktionierendes Softwaregeschäft mit 200 ambitionierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Welches andere Maschinenbau-Unternehmen kann das von sich sagen? Bei der Hannover Messe Ende April konnte Lenze Technologiekompetenz und Lösungen zeigen, von denen andere Marktbegleiter träumen – mit Cloud-Anwendungen und verkaufsfertigen IoT-Lösungen spielt Lenze ganz vorn mit. Das Erfolgsrezept ist vergleichsweise einfach: Wir haben einen funktionierenden Kreuzungspunkt. Da ist auf der einen Seite ein mittelgroßes Dickschiff der Industrie, Lenze, mit einem guten Technologieverständnis und einem tollen Marktzugang. Und daneben steht im gleichen Konzern die encoway, eine Softwareschmiede mit siebzehn Jahren Erfahrung im Digitalgeschäft. Dieser Kreuzungspunkt ist extrem spannend.

Die wichtigste Zutat für den Erfolg: genügend qualifizierte Mitarbeiter. Wenn unser Wachstum so weitergeht, dann werden wir für unser Geschäft in den nächsten Jahren weitere 200 Software-Ingenieure zusätzlich benötigen.

RvdH: Kriegen Sie die?

CR: Na klar können wir die kriegen – wir müssen aber auch viel dafür tun. So fangen wir beispielwesen sehr früh an, Nachwuchs an uns heranzuführen. Wir hatten gerade wieder coole Schüler hier beim Zukunftstag und wir haben für das kommende Ausbildungsjahr die Anzahl der Stellen noch einmal nach oben gesetzt. Und Studierende binden wir schon ab den ersten Semestern bei uns ein.

RvdH: Ich habe gerade mit einem Stanford-Professor gesprochen, der das deutsche Bildungssystem analysiert. Er sagt, es gebe viel zu wenig Hochschulabsolventen mit den benötigten Kompetenzen.

Christoph Ranze und Rene van den Hoevel
© WFB/Jan Rathke

CR: Das stimmt, das ist eine einfache Rechnung. Unser Branchenverband BITKOM sagt: Wir haben ungefähr 24.000 Absolventen aus den Software-Studiengängen. Unsere Software-Branche allein will 25.000 Software-Ingenieure pro Jahr rekrutieren. Hinzu kommen jetzt die Boschs, die Siemenses, und alle möglichen anderen Maschinenbauer, und wollen in die Cloud, ins IoT. Dafür brauchen sie auch Software-Ingenieure – der Branchenverband VDMA rechnet auf mittlere Sicht mit 10.000 pro Jahr. Hier muss dringend etwas getan werden. Das ist auch der zentrale Punkt für den Standort Bremen: Wir müssen hier massiv in Bildung und Ausbildung investieren! Nach meiner Auffassung ist Bildungspolitik die neue Wirtschaftspolitik. Die Diskussionen, auf welcher Seite der Landesgrenze eine neue Lagerhalle gebaut wird, werden öffentlich wesentlich intensiver geführt. Wirtschaftlich ist das für Bremen aber vergleichsweise unbedeutend.

Wenn wir die Blickrichtung mal umdrehen: Was können Silicon-Valley-Unternehmen – ob Venture-Capital-Firmen oder auch andere – in Deutschland finden, das für sie interessant ist?

RvdH: Es gibt ungefähr 40.000 Start-ups alleine in der Bay Area um San Francisco herum; in Deutschland sind es insgesamt etwa 2.000. Was die suchen, ist ein Zugang zur Industrie – also Unternehmen, mit denen sie arbeiten können. Da gibt es eine Chance für Mittelständler, wenn sie den Start-ups eine Plattform bieten, ihre Produkte einzusetzen und zu testen. Diese Möglichkeit finden die Start-ups nicht immer in den USA. Wenn der Mittelständler sie im Silicon Valley abholen würde und sagen: "Deine Sensortechnik oder Deine Visualisierungstechnik – wir machen das jetzt einfach mal in meinem Werk" – dann kann er Geschäfte machen. So kann der Mittelständler zu einem Wettbewerbsvorteil kommen. 

CR: Das sehe ich auch so – als reines Finanzinvest ist das Zukaufen von Innovationen aus dem Silicon Valley eine schwierige Nummer, weil sehr viel Geld im Spiel ist. Der Weg ist, zu sagen, ich habe ein bestimmtes Asset, zum Beispiel Antriebstechnik oder Automatisierungstechnik, und lege das auf den Tisch. Mit diesem Asset gucke ich, wer als Kooperationspartner aus der Digitalwirtschaft in Frage kommt.

RvdH: Genau. Das Problem ist allerdings, dass viele Mittelständler gar nicht wissen, was ihr Asset ist, jedenfalls in Bezug auf digitale Geschäftsmodelle. Oft verstehen sie erst vor Ort im Valley, was ihr Angebot sein kann und an welcher Stelle ihr bisheriges Geschäftsmodell angegriffen wird.

Her Ranze, was ist für amerikanische Unternehmen konkret an Bremen attraktiv?

CR: Warum wachsen wir mit encoway schneller als unsere Wettbewerber? Simpel: Wir haben die Leute. Seit Jahresbeginn haben wir elf Mitarbeiter eingestellt und dabei nur eine Anzeige geschaltet –online selbstverständlich. Hier gibt es zwar noch kaum große IT-Industrie, aber ich glaube, wir sind bundesweit auf Platz 3 beim regionalen Output an IT-Absolventen. Wir leisten im Moment sogar eine Art "Ausgleich des Länderfinanzausgleichs" nach Süddeutschland, indem die hier ausgebildeten Fachkräfte dort einen Job annehmen. Als Standort könnte Bremen damit auch für größere IT-Unternehmen interessant sein – nicht unbedingt für Google, aber etwas in der Größenordnung von mittelgroßen Software-Unternehmen. Leider haben wir keinen öffentlichen Diskurs darüber.

Herr van der Hoevel und Herr Ranze, vielen Dank für das Gespräch!


Auch interessant: Christoph Ranze erklärt, wie Unternehmen dank Digitalisierung neue Geschäftsmodelle finden:  „Industrie 4.0 ist ein nützlicher Marketingbegriff."


Informationen zur Digitalisierung und zum Bremer Digital-Netzwerk gibt es bei Kai Stührenberg, Telefon 0421 9600 325, kai.stührenberg@wfb-bremen.de

Welche Services die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens bietet, finden Sie auf der Übersichtsseite Digitalisierung.

Informationen zur internationalen Ansiedlung in Bremen erhalten Sie bei Andreas Gerber, Telefon 0421 9600 123, andreas.gerber@wfb-bremen.de

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