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27.3.2017 - Janet Binder

Die mitdenkende Wohnung

Wissenschaft
Im „Bremen Ambient Assisted Living Lab“ wird an sogenannten Smart Homes getüftelt

Die Menschen werden immer älter, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Viele wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Erleichtert werden könnte das durch eine intelligente Wohnung, die sich den Bedürfnissen der Bewohner anpasst: Mit Schränken oder Waschbecken, die mitdenken. Bremer Forscher arbeiten daran.

Die mitdenkende Wohnung + BAALL, Serge Autexier
Dr.-Ing. Serge Autexier leitet am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) das Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL) © Focke Strangmann

Was soll ich heute anziehen? Es wird wohl kaum jemanden geben, der sich das noch nicht morgens mit dem Blick in den Kleiderschrank gefragt hat. Geht es nach Wissenschaftlern am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen könnte der Schrank selbst in Zukunft Vorschläge machen – mithilfe eines integrierten Computers. „Der schaut nach der aktuellen Wettervorhersage und kontrolliert, welche Termine beim Bewohner anliegen“, sagt Serge Autexier vom Forschungsbereich „Cyber-Physical Systems“. Anhand dieser Vorgaben könnte das Möbel dem Nutzer eine Kombination empfehlen.

Wo ist die blaue Krawatte?

Noch gibt es den mitdenkenden Kleiderschrank nicht zu kaufen. Doch Forscher am DFKI sind dabei, ihn langfristig zu entwickeln. Programmiert haben sie schon eine andere Funktion. Der Informatiker Autexier demonstriert sie an einem Prototyp: An einem Bildschirm klickt er eine blaue Krawatte an. Daraufhin leuchtet eine Lampe in dem Fach im Kleiderschrank auf, wo der Schlips liegt. So kann der Bewohner ihn heraus nehmen, ohne groß zu überlegen, wo er sich befindet. Möglich ist das, weil alle Kleidungsstücke mit einem Funk-Etikett ausgestattet und im Computer gespeichert sind.
 

Im intelligenten Kleiderschrank im BAALL kann mittels angebrachten Funkchips jedes Kleidungsstück geortet werden
So geht nichts mehr verloren: im intelligenten Kleiderschrank im BAALL kann mittels angebrachten Funkchips jedes Kleidungsstück geortet werden. So auch die gesuchte blaue Krawatte, die Serge Autexier dank der wegweisenden Beleuchtung auf Anhieb gefunden hat © Focke Strangmann

Schrank erinnert Bewohner an die dicke Jacke

Interessant wäre ein intelligenter Schrank nicht nur für Leute, die keine Lust haben, sich mit modischen Fragen zu beschäftigen. Hilfreich könnte solch ein Service auch für Menschen mit Demenz sein, sagt Serge Autexier. „Sie sind oft nicht mehr in der Lage, sich der Jahreszeit entsprechend anzuziehen.“ Der Schrank kann sie daran erinnern, die dicke Jacke anzuziehen. Mit Unterstützung der Technik habe ein Betroffener so die Möglichkeit, länger in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.

Technologien in realitätsnaher Umgebung testen

Der Kleiderschrank-Prototyp befindet sich in einem 60 Quadratmeter großem Labor, das aussieht wie eine (fast) normale Wohnung: Im Schlafzimmer steht ein Doppelbett, es gibt ein Bad, ein Wohnzimmer und eine Küchenzeile. Im „Bremen Ambient Assisted Living Lab“, kurz BAALL genannt, können DFKI-Informatiker und Ingenieure zusammen mit Wissenschaftlern und Studierenden der Universität Bremen seit 2009 neue, intelligente Technologien in einer realitätsnahen Umgebung testen. Der 45-jährige Autexier ist Leiter des Labors.

Höhenverstellbares Waschbecken

Schlaue Häuser, sogenannte Smart Homes, haben seit einiger Zeit Hochkonjunktur, zumindest medial. Licht, Heizung oder Rauchmelder kommunizieren untereinander und sind mit dem Mobiltelefon oder dem eigenen Rechner verbunden. Die DFKI-Forscher wollen noch einen Schritt weitergehen:

Die Bewohner sollen bei unseren Innovationen keine Kommandos wie in einem Smart Home geben. Wir wollen erreichen, dass das System von sich aus weiß, was zu tun ist.

Dr.-Ing. Serge Autexier, Leiter des BAALL, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH

Um das zu demonstrieren, geht Serge Autexier ins Bad der Laborwohnung und stellt sich vor das Waschbecken. Im Spiegel ist eine Kamera versteckt, die die Größe des Gegenübers erfasst. Automatisch fährt das Becken nun auf die Höhe, die für den Nutzer bequem ist. Profitieren könnten von einer solchen Funktion Rollstuhlfahrer und Nicht-Behinderte, die zusammen in einem Haushalt leben. „Auch für kleine Kinder wäre das sinnvoll“, sagt Autexier.

Technik kommuniziert mit dem Menschen

Anderes Beispiel: Am Nachtschrank im Schlafzimmer ist eine kleine Wärmebildkamera angebracht. Liegt eine Person nach einem Sturz auf dem Boden, erkennt sie das und setzt ein Alarmsystem in Gang. Denkbar wäre, dass der Computer zunächst fragt, ob alles in Ordnung sei, erklärt Autexier. Wenn das bejaht werde, würden weitergehende Schritte eingestellt. Käme ein Nein oder keine Antwort, könnten die programmierten Notfallmechanismen einsetzen. Genau das ist es, was sich die Forscher vorstellen: Dass der Mensch mit der Technik im Dialog steht, sowohl mit Sprache als auch mit Gesten. „Die Technik muss funktionieren, ohne dass der Nutzer sein Verhalten ändert“, betont der Laborleiter.

Techniker sollen nicht nötig sein

So stellt er sich das auch vor, wenn ein Bewohner eine neue Stehlampe kauft. Dann soll es möglich sein, dass nicht extra ein Techniker vorbeikommen muss, um sie in das bestehende Lichtsystem der Wohnung zu integrieren. Ziel der Forscher ist es, dass der Bewohner dem Computer einfach nur sagt: Hier ist die neue Lampe. Die erhält dann einen Namen „und in dem Moment ist sie dem System automatisch bekannt“, sagt der Informatiker.

Kühlschrank liefert Rezeptvorschläge

Die Technik in der BAALL-Wohnung macht auch vor dem Essen nicht Halt. Im Kühlschrank ist eine Kamera eingebaut. So weiß das Gerät, welche Lebensmittel vorhanden sind – und liefert passende Rezeptvorschläge. „Das kann eine Hilfestellung sein zum Beispiel für Menschen mit bestimmten Unverträglichkeiten“, sagt Autexier. Noch ist das eine Vision. Schon einsatzbereit ist dagegen ein intelligenter Rollstuhl, der im Weg stehende Stuhlbeine erkennt und diese Hindernisse automatisch umfährt.

Der Rollstuhl in dem sich Serge Autexier, Leiter des BAALL befindet, erkennt Hindernisse und kann diese eigenständig umfahren
Schon betriebsbereit: der Rollstuhl in dem sich Serge Autexier, Leiter des BAALL befindet, erkennt Hindernisse und kann diese eigenständig umfahren © Focke Strangmann

Labor soll Interesse an Informatik wecken

Die BAALL-Wohnung erfüllt viele Funktionen: Zum einen könnten eines Tages Menschen von den erforschten und erprobten Innovationen profitieren. Es dient aber auch als wissenschaftliches Spielfeld für Informatik-Studenten in Kooperation mit anderen Fachdisziplinen. Und die Wohnung hilft, beim weiblichen Nachwuchs Interesse an der Informatik zu wecken. In einem geplanten öffentlich geförderten Projekt sollen Mädchen ab der 5. Klasse für das Fach begeistert werden. Denn dank der Wohnung sei Informatik nicht mehr nur ein abstraktes Fach. „Wir vermitteln zum Beispiel, wie man es schafft, durch Algorithmen den Rollstuhl allein durch die Tür fahren zu lassen“, so Serge Autexier.

BAALL, Serge Autexier
Licht und Co. können bei anderen Smart Home-Projekten vom Nutzer manuell gesteuert werden, aber Dr. Serge Autexier geht im BAALL mit seiner Forschung einen Schritt weiter: Ziel ist es, dass das System weiß, was der Bewohner möchte © Focke Strangmann

Experimente mit Visionen

Vieles in der Labor-Wohnung funktioniert noch nicht ganz perfekt. Das findet Autexier aber auch nicht schlimm. Im Gegenteil: Ständig wird Neues ausprobiert, Visionen sind wichtig. Und diese stoßen auf viel Interesse, nicht nur in der Industrie, sondern auch bei Verbrauchern. So bekam Autexier einmal einen Anruf von einem Rechtsanwalt, der von dem intelligenten Kleiderschrank gehört hatte. „Das System will ich haben“, sagte er begeistert und lieferte auch gleich die Begründung: Er wolle sich morgens keine Gedanken mehr über seine Garderobe machen müssen. Seine Frau sei mit seiner Kleidungswahl meist nicht einverstanden. Autexier musste den Mann enttäuschen. Bis es einen solchen Schrank zu kaufen gibt, haben die Forscher noch viel zu tun. Und letztlich muss sich dann noch ein Unternehmen finden, der ihn auf den Markt bringen will.


Kontakt: BAALL-Leiter Dr.-Ing. Serge Autexier, Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Tel. 0421 218 59834, Serge.Autexier@dfki.de


Bilddownload

Das Bildmaterial ist bei themengebundener Berichterstattung und unter Nennung des jeweils angegebenen Bildnachweises frei zum Abdruck.

Foto 1: Dr.-Ing. Serge Autexier leitet am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) das Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL) © Focke Strangmann

Foto 2: So geht nichts mehr verloren: im intelligenten Kleiderschrank im BAALL kann mittels angebrachten Funkchips jedes Kleidungsstück geortet werden. So auch die gesuchte blaue Krawatte, die Serge Autexier dank der wegweisenden Beleuchtung auf Anhieb gefunden hat © Focke Strangmann

Foto 3: Schon betriebsbereit: der Rollstuhl in dem sich Serge Autexier, Leiter des BAALL befindet, erkennt Hindernisse und kann diese eigenständig umfahren © Focke Strangmann

Foto 4: Licht und Co. können bei anderen Smart Home-Projekten vom Nutzer manuell gesteuert werden, aber Dr. Serge Autexier geht im BAALL mit seiner Forschung einen Schritt weiter: Ziel ist es, dass das System weiß, was der Bewohner möchte © Focke Strangmann


Der Pressedienst aus dem Bundesland Bremen berichtet bereits seit Juli 2008 monatlich über Menschen und Geschichten aus dem Bundesland Bremen mit überregionaler Relevanz herausgegeben von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Der Pressedienst aus dem Bundesland Bremen arbeitet ähnlich wie ein Korrespondentenbüro. Bei den Artikeln handelt es sich nicht um Werbe- oder PR-Texte, sondern um Autorenstücke, die von Journalisten für Journalisten geschrieben werden.

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Dieses 3D-Metalldruck-Werk stellt in Bremen Titan- und Aluminiumbauteile her

Leichter, individueller und gleichzeitig komplexer - Metallteile aus dem 3D-Drucker sind eine wirtschaftliche Alternative zum herkömmlichen Stanzen, Walzen und Fräsen, wenn Unternehmen bereit sind, neue Wege in Konstruktion und Fertigung zu gehen. Dabei hilft in Bremen Materialise mit einem eigenen Metalldruck-Werk.

Digitalisierung / Industrie 4.0
16.08.2016
Top 10 der wichtigsten Schritte zu Ihrer Industrie 4.0 Strategie

Big Data, cyber-physische Systeme, Cloud und Internet of Things sind Schlagwörter, die häufig fallen. Aber was verbirgt sich dahinter? Und was bedeuten diese konkret für Unternehmen? Wir haben die 10 wichtigsten Schritte auf dem Weg zu Ihrer Industrie 4.0-Strategie zusammengefasst.

Digitalisierung / Industrie 4.0
09.08.2016
Ein Date mit dem neuen Chef – wie die Digitalisierung hilft, neues Personal zu finden

Bewerbende und Unternehmen treffen sich heute online. Um im Wettbewerb um Fachkräfte aufzufallen, müssen sich Unternehmen einiges einfallen lassen. Und ihr eigenes Profil schärfen – so Personalexperte Robindro Ullah im Interview.

Maritime Wirtschaft und Logistik
03.08.2016
Mit FlatFish in großen Tiefen auf Unterwasser-Inspektion

Künstliche Intelligenz wird verstärkt für Analyse, Mustererkennung und Bearbeitung eingesetzt. Im Gespräch erläutert Dr. Marc Ronthaler, was autonome Unterwasser-Roboter heute leisten.

Windenergie
02.08.2016
BladeMaker - Hände für Fertigungsroboter kommen aus Bremen

Im Projekt BladeMaker arbeiten Wissenschaftler daran, die Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen zu automatisieren. Eine Forschungsgruppe am Bremer BIK übernimmt dabei die Entwicklung der Hände des Roboters.

Digitalisierung / Industrie 4.0
02.08.2016
Mit diesen 12 Tipps schützen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Daten vor Cyberangriffen!

Unternehmen schützen ihre Daten und IT-Systeme selten ausreichend vor Cyberattacken. Viele Manager wiegen sich in falscher Sicherheit. Es fehlt häufig eine gute Strategie. Mit diesen 12 Tipps sagen wir Ihnen, wie Sie Ihre IT- und Automatisierungstechnik sichern!

Digitalisierung / Industrie 4.0
26.07.2016
Industrie 4.0 im Umzugskarton - SWMS Systemtechnik am Standort Bremen

Die SWMS Systemtechnik Ingenieurgesellschaft mbH verbindet Ingenieurskunst mit Informatik-Know-how und macht so Unternehmen fit für Industrie 4.0. Seit Anfang 2016 bringen die Oldenburger ihr Wissen mit einem neuen Büro auch am Industriestandort Bremen ein und verraten, wie aus Ideen neue Produktionsabläufe werden.

Wissenschaft
25.07.2016
TRACING SPACES: Wie Studierende zur Erkundung Bremens einladen

"Fish ’n' Ships", "Der Nase nach" oder doch lieber "Search ’n’ Found"? Studierende der School of Architecture der Hochschule Bremen haben im Sommersemester 2016 sieben thematische Stadtspaziergänge entwickelt, die zum Erkunden unserer Stadt einladen. Mit der App "Actionbound" sind die TRACING SPACES in Bremen zu finden. Und wir sind uns sicher: Auch Sie werden einiges Unbekanntes erfahren!

Digitalisierung / Industrie 4.0
19.07.2016
BLG LOGISTICS hat einiges auf Lager – zum Beispiel eines der modernsten Kommissioniersysteme Europas

Im Frankfurter Logistikcenter der Bremer BLG LOGISTICS steht die Welt Kopf: Hier kommen die Regale zu den Mitarbeitern. Niemand muss mehr durch die Regalreihen ziehen, um Pakete zu packen. Wie die BLG eines der modernsten Lager- und Kommissioniersysteme Europas baute.

Wissenschaft
18.07.2016
Nachgefragt: Bremer Wissenschaftler erzählen von ihrer Arbeit

Wer steckt hinter dem Erfolg der Bremer Wissenschaft? Im Interview stehen uns Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig Rede und Antwort. Immer am Monatsanfang verraten sie uns im Bremer Stadtportal, warum sie gerne in Bremen forschen und leben.

Erfolgsgeschichten
15.07.2016
Studieren und forschen in Bremen - eine Erfolgsgeschichte

Bremen besitzt im Verhältnis zu seinen Einwohnern die bundesweit höchste Dichte an Großforschungseinrichtungen. Davon profitieren auch die Studierenden vor Ort. Angehende Akademiker finden in Bremen ein internationales Ausbildungsangebot mit hohem Praxisbezug und vielfältigen Forschungsbezügen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
15.07.2016
Cybersecurity ist unbequem, aber unverzichtbar

Die Hälfte aller deutschen Unternehmen wird mindestens einmal pro Monat Ziel eines Angriffs aus dem Internet. Durch Industrie 4.0 und die zunehmende Vernetzung sind nicht nur die IT-Systeme und Daten im Unternehmen immer gefährdeter, sondern auch die Produktionsanlagen selbst. Das Bremer Security Forum informiert über sinnvolle Schutzstrategien.

Digitalisierung / Industrie 4.0
12.07.2016
Infografik: Mit dem Leitfaden Industrie 4.0 Digitalisierungsprojekte starten

Erfolgreiche Projekte in der Digitalisierung umsetzen – viele Unternehmen stellt das vor eine Herausforderung. Neben Beispielen, die als Orientierung dienen, hilft eine Anleitung, den Weg zu Industrie 4.0 zu gehen. Mit unserem „Leitfaden Industrie 4.0“ können Sie sofort loslegen.

Wissenschaft
11.07.2016
Wie die Leidenschaft zur Mathematik Talente in Bremen fördert

Dr. Dierk Schleicher ist Professor für Mathematik an der Jacobs University Bremen und lebt für die Mathematik. Seit vielen Jahren engagiert er sich in Bremen für die Förderung von Nachwuchstalenten. Über Mathematik-Olympiaden und die Rolle Bremens im Kontext der Zahlen erfahren Sie im Stadtportal bremen.de mehr.

Lebensqualität
11.07.2016
Vom Bettvorleger zum Tier - lebensechte Tiere im Übersee-Museum Bremen

Tiere, die ihre Betrachter ansehen, als wären sie lebendig - zu sehen und zu bestaunen im Bremer Übersee-Museum und dort auch bald in der Amerika-Dauerausstellung, die im November neu konzipiert wiedereröffnet wird.

Erfolgsgeschichten
08.07.2016
Purpose Stiftung – Unternehmen, die Eigentum und Management neu denken

Ganz hoch im gesellschaftlichen Diskurs stehen aktuell Fragen zu Eigentum, Umverteilung und alternativen Formen des Arbeitens. Im Gespräch erläutert der Bremer Achim Hensen, Mitbegründer des Purpose-Netzwerks, wieso Purpose dafür arbeitet, dass die Wirtschaft ihre eigentlichen Aufgaben besser wahrnehmen kann.

Wissenschaft
04.07.2016
Wir bauen uns eine Rakete - und alle berichten darüber

Werden die zahlreichen Medienberichte zur Kerzenwachs-Rakete ZEpHyR den Werdegang der Bremer Studierenden beeinflussen und wie tragen unterhaltsame Science Clips zur Nachwuchsförderung bei? Diesen Fragen gehen wir in Teil 3 unserer Reihe "Wir bauen uns eine Rakete" nach.

Digitalisierung / Industrie 4.0
28.06.2016
Arbeit 4.0 – wie sich Unternehmen Fachkräfte sichern

Die Digitalisierung verändert Unternehmen. Neue Berufe entstehen, alte fallen weg. Die Arbeitskultur ändert sich. Wie müssen Unternehmen künftig auftreten, um sich die besten Fachkräfte zu sichern? Ein Gespräch mit Prof. Sven Voelpel von der Bremer Jacobs University.

Wissenschaft
27.06.2016
Wir bauen uns eine Rakete - von der Uni ins Weltall

Teil 2 unserer Reihe über die ZEpHyR-Rakete, die mit Kerzenwachs fliegt. Dieses Mal sprechen wir mit Peter Rickmers und Thomas Ganser über einmalige Chancen und außergewöhnliche Projekte, die für Studierende zukunftsweisend sein können.

Digitalisierung / Industrie 4.0
21.06.2016
Bremer Informatiker auf dem Weg zum Weltmeistertitel – im Roboterfußball

Deutscher Meister, Europameister und 2016 erneut Weltmeister: Das B-Human Team der Universität Bremen ist weltweit eine der erfolgreichsten Mannschaften im Roboterfußball. Die Studierenden zeigen, dass ein Studium in Bremen einen sportlich um die ganze Welt bringen kann. Und Informatik alles andere als dröge ist.

Wissenschaft
20.06.2016
Wir bauen uns eine Rakete - der Kerzenwachs-Antrieb

Wie studiert und forscht es sich als Studierender an der Uni Bremen, wenn man die Chance bekommt am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) eine Rakete zu bauen und tatsächlich fliegen zu lassen? Unsere dreiteilige Reihe geht dieser Frage nach.

Digitalisierung / Industrie 4.0
14.06.2016
Digitalisierung und Arbeit 4.0 – zwei Seiten einer Medaille

Die Digitalisierung verändert Unternehmen – und die Menschen darin. Betriebe müssen darauf reagieren, denn es ist keine Frage des Ob, sondern des Wie und des Wann. Erfolgreich ist, wer auf Netzwerke setzt und Kooperationen eingeht.

Digitalisierung / Industrie 4.0
07.06.2016
Airbus Standortleiter Dr. André Walter: „Industrie 4.0 heißt für uns, die Arbeit leichter und effizienter zu gestalten“

Zum Flugzeugbau gehört viel Handarbeit. Trotzdem - oder gerade deshalb - arbeitet Airbus an der Digitalisierung, hier heißt es „Future Factory“. Und forscht an neuen Fertigungstechnologien wie dem 3-D-Druck. Keine Minute zu früh, so der Standortleiter von Airbus in Bremen, Dr. André Walter, im Interview.

Lebensqualität
07.06.2016
Der Bürgerpark - eine Großstadtoase für uns Bremer

Abenteuerland für Kinder, Anziehungspunkt für Kultur- und Naturliebhaber und Joggingstrecke: Der unter Denkmalschutz stehende Bremer Bürgerpark ist alles in einem. Seit 150 Jahren wird er allein mithilfe von Spenden erhalten.

Digitalisierung / Industrie 4.0
31.05.2016
Vom Händler zum Hersteller – mit Förderung und Beratung zu Industrie 4.0

Der Laborgroßhändler OMNILAB hat den Schritt zum Hersteller gewagt und revolutioniert mit einem Wasserdampfdestillierer den Laborgerätemarkt. Bei der Entwicklung wurde das Unternehmen mit Fördermitteln und Know-how der WFB unterstützt – ein Paradebeispiel dafür, wie Unternehmen von Förderprogrammen profitieren können.

Digitalisierung / Industrie 4.0
24.05.2016
Hand in Hand - so arbeiten Roboter und Menschen künftig zusammen

Robotern kommt in der industriellen Zukunft eine Schlüsselrolle zu: Neben der zunehmenden Automatisierung auch in Zusammenarbeit mit dem Menschen, um ihm schwierige und gesundheitsgefährdende Handgriffe abzunehmen. Am Robotics Innovation Center in Bremen haben Dr. Sebastian Bartsch und seine Kollegen den helfenden Gesellen in Form von Robotern neu erfunden.

Digitalisierung / Industrie 4.0
17.05.2016
Schlank, individuell, intelligent – das sind die Traummaße der Fabrik der Zukunft

Mit der Digitalisierung wandelt sich auch das Erscheinungsbild der Fabriken. Wer heute die digitale Produktion von morgen plant, muss den Materialfluss optimieren und die Komplexität verringern. Wie das geht, das verraten Dr. Jörn Fischer und Bernd Kidler von der GPS Planfabrik.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
12.05.2016
Da ist das Ding – in der Überseestadt: Warum Champions League- und DFB-Pokal immer nach Bremen gehen.

Der DFB-Pokal, der Champions League-Pokal und die Meisterschale der Fußball-Bundesliga gehen jedes Jahr durch Bremer Hände. Und zwar durch die der Mitarbeiter von Koch & Bergfeld in der Überseestadt – der ältesten Silberwarenmanufaktur Deutschlands.

Digitalisierung / Industrie 4.0
10.05.2016
Wie ein Bremer Unternehmen Industrie 4.0 ins Reich der Mitte bringt

Die Bremer Technologieberater SALT AND PEPPER helfen einem Automobilzulieferer aus der nordchinesischen Region Jilin bei der digitalen Revolution. Und zeigen so, dass Industrie 4.0-Projekte auch mit kleinem Budget erfolgreich sein können.

Wissenschaft
10.05.2016
Wenn Studenten zu Unternehmensberatern werden - ein Beispiel aus der Digitalisierung

Seit zehn Jahren unterstützen die Studenten von Active Unternehmen in Bremen und im Umland. Kern ihrer Arbeit ist die Optimierung von Geschäftsprozessen aller Art. 114 kleine und mittelständische Unternehmen aus Bremen und dem Umland sind nun einem Aufruf der Nachwuchsberater gefolgt.

Kreativwirtschaft
04.05.2016
"Nicht gefunden gibt's nicht" - die Stadt als Filmmotiv

Zu Kay Schellacks Job gehört seit 20 Jahren, mit wachem Blick durch die Stadt zu gehen. Er ist Locationscout für Film und Fernsehen und hat auch die Drehorte für den Bremer „Tatort“, der Pfingsten 2016 ausgestrahlt wurde, gesucht.

Digitalisierung / Industrie 4.0
03.05.2016
Digitale Assistenzsysteme: So können Unternehmen Produktionsfehler ausschließen

Wie ein Navigationsgerät durch den Straßenverkehr leiten so genannte Werkerführungen Arbeiter durch die Montage. Mit ELAM hat das Bremer IT-Unternehmen Armbruster Engineering dazu eine Plattform für kleine und große Unternehmen geschaffen.

Wissenschaft
02.05.2016
Vorne oder hinten? Wie eine Kugel den Orientierungssinn erforscht

Sie ist drei Meter hoch und begehbar - die Kugel "Virtusphere". In ihr dreht sich buchstäblich alles um Orientierung. Forscher der Universität Bremen wollen wissen: Wie orientieren sich Menschen, wenn sie unterwegs sind? Was hilft ihnen, sich zurechtzufinden?

Digitalisierung / Industrie 4.0
26.04.2016
Wie der Milchbote: Der „Dynamische Milkrun 4.0“ beliefert Maschinen in der Fabrik nur bei Bedarf

Der Milchbote ersetzte früher bei seinen Touren leere Milchflaschen durch neue. Noch besser soll es mit dem Nachschub in der Fabrik von morgen klappen: Lieferungen zu idealen Zeiten auf optimalen Routen. Der „Dynamische Milkrun 4.0“ ist ein Versorgungszug, der intelligent und zuverlässig die Materialversorgung übernimmt.

Kreativwirtschaft
20.04.2016
Zeitlose Hingucker aus Bremen - urbane und erfrischende Mode von Stylesucks

Provokant bedruckt, zeitlos im Design: Das sind die T-Shirts des kleinen Bremer Labels "Stylesucks". Seit elf Jahren experimentiert Stefan Meichau als unkonventioneller Modedesigner, ohne sich dem Diktat der Modewelt zu unterwerfen.

Wissenschaft
19.04.2016
Wie die falsche Umlaufbahn zweier Satelliten zum Glücksfall für einen Bremer Professor wurden

Was den einen ärgert, freut den anderen: Ein Bremer Physikprofessor nutzt zwei fehlgeleitete Galileo-Satelliten für seine Forschungen zu Einsteins Relativitätstheorie. Die ellipsenförmige Umlaufbahn hatte sein Interesse geweckt.

Digitalisierung / Industrie 4.0
19.04.2016
Das Logistik-Monitoring LOMO überwacht Projekte weltweit live

In der Schwerlastlogistik – ob beim Transport von Windkraftanlagen oder Kraftwerksteilen – ist kein Projekt wie das andere. Sonderwege gibt es aber nicht nur auf der Straße: Auch in der Projektplanung bleiben Standardlösungen schnell auf der Strecke. Das Bremer Software-Haus HEC hat ein Logistikmonitoring aus Hardware und Software speziell für die Schwerlastlogistik geschaffen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
12.04.2016
Digitalisierte Hafenlogistik: So wissen Logistiker, wo sich ein Container befindet

Staus und Wartezeiten gehören an den Containerterminals zum Alltag. Denn oft wissen Spediteure und Fahrer nicht genau, wann ein Schiff einläuft. Um die Kommunikationsprozesse zwischen den Akteuren zu verbessern, hat das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen das Projekt SMART SC entwickelt.

Wissenschaft
12.04.2016
Bionic Bike - dank Kieselalgen zum neuen Faltrad

Vorbild Natur: Bremerhavener Meeresbiologen und Techniker des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben ein ultraleichtes Falt-Fahrrad entwickelt. Ein Beispiel, wie Grundlagenforschung für industrielle Anwendungen genutzt werden kann.

Digitalisierung / Industrie 4.0
05.04.2016
Neue Industrie-Funkstandards: Wenn es zwischen Maschinen funkt

Funknetzwerke sind allgegenwärtig, ob mobil oder abends mit dem Tablet auf der Couch beim Surfen. Oft heißt es aber: Schwache Verbindung – kein Signal. Was im Alltag ärgerlich ist, kann im Unternehmen schnell viel Geld kosten. Deshalb sind nur wenige Maschinen bisher per Funk verbunden. Das Bremer TZI will das ändern und forscht an den Funkstandards der Zukunft.

Wissenschaft
05.04.2016
Paddeln an Land - zwei Bremer Studenten erfinden das Radfahren neu

Es gibt Erfindungen, die sind so genial wie naheliegend, da fragt man sich: Wieso erfindet das jemand erst jetzt? So wie beim Paddelfahrrad, das zwei Bremer Studenten der Universität Bremen entwickelt haben.

Maritime Wirtschaft und Logistik
30.03.2016
Karriere mit Tiefgang: Prof. Dr. Antje Boetius liebt es kalt und duster

Die Bremer Meeresbiologin Antje Boetius taucht tief und spielt doch ganz oben mit. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem die höchstdotierte deutsche Forschungsauszeichnung, den Leibniz-Preis.

Digitalisierung / Industrie 4.0
29.03.2016
Hinter Gläsern – Kommissionieren mit Datenbrillen und Wearable Computing-Lösungen von UBIMAX

Wearables, tragbare Computer wie Datenbrillen und Smartwatches stellen digitale Informationen jederzeit bereit. Ein Selbstversuch mit Datenbrille im Warenlager beim Marktführer für industrielle Wearables, UBIMAX aus Bremen.

Luft- und Raumfahrt
24.03.2016
Auf dem Stundenplan in Bremen: Luft- und Raumfahrt – das fliegende Klassenzimmer 2.0

Bremen ist einer der wichtigsten europäischen Standorte für Luft- und Raumfahrt. Deswegen fördern zwei Bremer Gymnasien seit 2006 gezielt den Nachwuchs – in einem deutschlandweit einzigartigem Programm. Auf dem Stundenplan stehen die Fächer Mathematik, Physik, Wirtschaft und Englisch unter dem Aspekt „Luft- und Raumfahrt”.

Internationales
17.03.2016
Studierende aus 92 Ländern an der Jacobs University Bremen: Gemeinschaft ohne Grenzen

Seit 15 Jahren ist die Bremer Jacobs University ein Anziehungspunkt für junge Talente aus aller Welt. Die Gemeinschaft zwischen den Studierenden und das Leben auf dem Campus tragen zum Studienerfolg bei. Und in der Wirtschaft sind die Absolventen begehrte Fachkräfte.

Automotive
15.03.2016
Bremer Ingenieure tüfteln am Elektro-Antrieb der Zukunft und entwickeln einen Antrieb mit Radnabenmotor

Motor unter der Haube treibt Räder an - das ist seit mehr als hundert Jahren die Erfolgsformel für das Auto. Radnabenmotoren - der Motor im Rad und nicht unter der Haube - versprechen allerdings viele Vorteile. Der Elektroantrieb macht das möglich.

Digitalisierung / Industrie 4.0
14.03.2016
Die digitale Nebenkostenabrechnung am Flughafen Bremen

Immer mehr Unternehmen erzeugen Energie mit Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen und Kraft-Wärme-Kopplungen. Das Energiemanagement kann dabei intelligent in die Grundstücksverwaltung eingebunden werden, wie es die IT-Firma Apandia am Bremer Flughafen umgesetzt hat. Das spart Zeit und Kosten.

Digitalisierung / Industrie 4.0
11.03.2016
Was ist Industrie 4.0? Eine kurze Erklärung

Industrie 4.0 bezeichnet eine der umfassendsten Umwälzungen in unserer Produktionslandschaft – so umfassend, dass ihr der Titel vierte industrielle Revolution verliehen wird. Wenn das Symbol der ersten die Dampfmaschine, der Zweiten das Fließband, der Dritten der Mikrochip war, so steht für die Vierte das Internet.

Maritime Wirtschaft und Logistik
10.03.2016
In der Maritimen Explorationshalle des DFKI Robotics Innovation Center lernen Roboter schwimmen

Sie arbeiten dort, wo Menschen nicht hinkommen: Robotersysteme, die tief unter der Meeresoberfläche operieren. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz betreibt in Bremen eine weltweit nachgefragte Testanlage für Tiefseeroboter.

Digitalisierung / Industrie 4.0
04.03.2016
Funktioniert wie gedruckt - das Fraunhofer IFAM entwickelt Textilien, die fühlen können

Es klingt wie Science-Fiction, ist aber schon Realität: Auf Textilien gedruckte Sensoren. Anwendungsfeld können Arbeitshandschuhe sein, die den Träger vor zu großer Hitze warnen, etwa in einer Gießerei. Das Fraunhofer IFAM betreibt eine digitale Fertigungsstraße für gedruckte Elektronik, die zeigt, was schon bald Wirklichkeit werden kann.

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